Am Dienstag, den 4. Februar 2026, wurde ein Senior aus Hemmingen Opfer eines dreisten Trickdiebstahls. Die unbekannten Täter hatten es gezielt auf ältere Menschen abgesehen und agierten in bewährter Manier. Laut einem Bericht von LKZ klingelte eine augenscheinlich schwangere Frau an der Haustür des Seniors, um um die Nutzung der Toilette zu bitten. Unmittelbar nach ihrem Einlass folgten ein Mann und ein etwa fünf Jahre alter Junge in die Wohnung.
In der Zeit, während die Frau den Senior ablenkte, entwendete der Mann Bargeld aus dem Wohnzimmer. Die Täter verließen die Wohnung rasch in unbekannte Richtung. Die Frau wurde als etwa 35 Jahre alt, rund 165 cm groß mit glatten schwarzen Haaren beschrieben, während der Mann etwa 38 Jahre alt und circa 165 cm groß war, mit kurzen dunklen Haaren und einem Vollbart. Er trug einen schwarzen Pullover und Jeans. Der Junge war mit einer langen hellbraunen Jacke bekleidet. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Hinweise zu den Tätern.
Methoden des Betrugs
Dieser Vorfall ist nicht isoliert und spiegelt eine alarmierende Tendenz wider. Die Polizei Hessen dokumentiert, dass insbesondere ältere Menschen häufig Ziel von Betrugs- und Diebstahlsdelikten sind. Täter treten in verschiedenen Rollen auf, sei es als seriöse Geschäftspersonen, Handwerker oder als vorgebliche Amtspersonen. Die Ablenkungstaktik, bei der ein Täter das Opfer ablenkt, während ein anderer unbemerkt zuschlägt, ist dabei besonders verbreitet. Diese Form des Trickbetrugs wird durch einen Vorwand unterstützt, um in die Wohnungen der Opfer zu gelangen.
Die Polizei gibt verschiedene Ratschläge, wie sich ältere Menschen vor solchen Vorfällen schützen können. Dazu gehört, vor dem Öffnen der Tür zu prüfen, wer vor der Tür steht, oder unerbetene Besucher aus Sicherheitsgründen besser nicht einzulassen. Eine der wichtigsten Empfehlungen lautet, nur Handwerker in die Wohnung zu lassen, die selbst bestellt wurden oder von der Hausverwaltung angekündigt wurden. Diese Hinweise sind wichtig, um das Sicherheitsgefühl älterer Menschen zu stärken, da der Druck durch die Zunahme solcher Betrugsdelikte gestiegen ist.
Prävention durch Aufklärung
Zusätzlich zur Aufklärung bietet die Polizei in ihrer Broschüre „Sicher im Alter“ nützliche Informationen über verschiedene Arten von Kriminalität, die ältere Menschen betreffen. Die Broschüre thematisiert Risiken beim Erteilen von Vollmachten, Gewalt in der Pflege und Internetkriminalität sowie Praktiken wie den sogenannten Enkeltrick. Sie enthält auch nützliche Tipps zum Schutz vor Straftaten und Informationen zu präventiven Maßnahmen sowie zu bestehenden Unterstützungsangeboten.
Die Informationen zur Sicherheitslage älterer Menschen sind für Angehörige und Nachbarn von großer Bedeutung, um präventiv agieren zu können. Die Polizei warnt, dass Täter oft im Vorfeld versuchen, Informationen über ihre Opfer zu sammeln, um das Vertrauen zu gewinnen. Wer sich unsicher ist, sollte nicht zögern, die Polizei zu verständigen.
Für betroffene Senioren gibt es wichtige Anlaufstellen, wie die Opferhilfeeinrichtung WEISSER RING oder die Beratungsstellen der Polizei, die umfangreiche Informationen zur Verfügung stellen.