Am Samstag, den 2. Februar 2026, kam es in der Region Pattensen zu zwei bemerkenswerten Verkehrsunfällen, die beide auf unterschiedliche Ursachen zurückzuführen sind. Laut LeineBlitz wurde der erste Vorfall gegen 8 Uhr auf der B3 in Fahrtrichtung Alfeld registriert. Ein 66-jähriger Mann aus Süderheine verlor aus ungeklärter Ursache die Kontrolle über seinen Audi A5 und kam nach rechts von der Fahrbahn ab. Dabei prallte er frontal gegen einen Straßenbaum, was zu einem wirtschaftlichen Totalschaden in Höhe von etwa 25.000 Euro an seinem Fahrzeug führte. Der Fahrer erlitt leichte Verletzungen und wurde vor Ort von einem Rettungswagen ambulant behandelt. Der schwer beschädigte Straßenbaum musste von der zuständigen Straßenmeisterei gefällt werden.

Am Nachmittag des gleichen Tages, gegen 15 Uhr, fuhr ein 70-jähriger Mann aus Pattensen mit seinem grauen Mazda die B3 in Richtung Hannover. Augenzeugen berichteten, dass der Fahrer mehrfach in den Gegenverkehr lenkte, was andere Verkehrsteilnehmer zu riskanten Ausweichmanövern zwang. Eine aufmerksame Zeugin konnte den Mann an der Kreuzung nach Arnum daran hindern, seine Fahrt fortzusetzen, und informierte die Polizei. Bei der anschließenden Kontrolle stellte sich heraus, dass der 70-Jährige erheblich alkoholisiert war. Das genaue Blutergebnis steht derzeit noch aus, jedoch wurde sein Führerschein umgehend beschlagnahmt und ein strafrechtliches Verfahren eingeleitet. Zeugen, die durch das riskante Fahrverhalten gefährdet wurden, sind aufgefordert, sich bei der Polizei Ronnenberg oder der Polizeistation Hemmingen-Arnum zu melden.

Die Gefahren von Alkohol am Steuer

Alkohol am Steuer ist ein ernstzunehmendes Problem, das die Sicherheit im Straßenverkehr erheblich gefährdet. Bereits ab einer Blutalkoholkonzentration (BAK) von 0,5 Promille können gravierende Schwierigkeiten auftreten, wie die Beeinträchtigung von Denk- und Reaktionsfähigkeit sowie eine gestörte Wahrnehmung. Viele Fahrer unterschätzen diese Effekte und fühlen sich nach dem Trinken noch fahrtüchtig. Ab einem Wert von 0,3 Promille kann eine Straftat vorliegen, und wer mit 1,1 Promille oder mehr fährt, muss mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen, einschließlich einer möglichen Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren, wie Bussgeldkatalog beschreibt.

Statistiken zeigen, dass im Jahr 2023 in Deutschland 18.884 Personen bei alkoholbedingten Unfällen verletzt wurden, wovon 198 Menschen ihr Leben verloren. Jeder 14. getötete Verkehrsteilnehmer war in einen Alkoholunfall verwickelt. Diese erschreckenden Zahlen verdeutlichen, wie wichtig es ist, verantwortungsvoll mit Alkohol umzugehen, insbesondere im Straßenverkehr. Der ADAC weist darauf hin, dass Alkoholkonsumenten oft keineswegs die Fähigkeiten besitzen, ihre Fahrtüchtigkeit richtig einzuschätzen und einfache Reaktionen zu verlangsamen. Selbst niedrige Alkoholwerte haben bereits signifikante Auswirkungen auf Konzentration und Bewegungskoordination.

Die Kombination von Alkohol und Medikamenten kann die Risiken zusätzlich erhöhen. In Fällen, in denen ein Fahrer alkoholisiert ist und einen Unfall verursacht, können Geschädigte Schadensersatz und Schmerzensgeld verlangen. Zudem besteht bei Unfällen unter Alkoholeinfluss eine erhebliche Gefahr des Regresses durch die Kfz-Haftpflichtversicherung. Es ist ratsam, sich der rechtlichen Konsequenzen bewusst zu sein, die mit Alkohol am Steuer verbunden sind, um nicht selbst zur Gefahr im Straßenverkehr zu werden, wie ADAC betont.