Die Stadt Hemmingen steht vor der Herausforderung, insgesamt 29 Bäume in den kommenden Wochen zu fällen. Diese Maßnahme ist notwendig, da bereits sechs Bäume entfernt wurden, die aufgrund von Erkrankungen, Morschheit oder Verkehrssicherheit bedingt entfernt werden mussten. Unter den bisher gefällten Bäumen befinden sich Exemplare in der Nähe der Arnumer Grundschule sowie in Harkenbleck und Arnum. Laut haz.de gefährden diese abgeschlossenen Fällungen den Verkehr, da die Bäume entweder absterben oder bereits gestorben sind.

Gerade im Stadtteil Arnum, wo 15 Bäume zur Fällung vorgesehen sind, sind die Gründe für diese Entscheidung vielfältig. Viele Bäume sind entweder durch Sturmschäden, mangelnde Standortbedingungen oder Wurzelschäden betroffen. Besonders erwähnenswert ist, dass im November letzten Jahres im selben Stadtteil bereits 21 Linden von einer Landesbehörde gefällt wurden, was die Problematik der Bäume in Hemmingen weiter verstärkt.

Verschiedene Stadtteile betroffen

Die Verteilung der zu fällenden Bäume ist unterschiedlich und betrifft nahezu alle Stadtteile Hemmingens. In Arnum sollen unter anderem Mammutbaum, Scheinzypresse und Eschen fallen. Auch in anderen Stadtteilen wie Devese, Harkenbleck, Hemmingen-Westerfeld, Hiddestorf und Wilkenburg sind Fällungen geplant. Insgesamt werden 30 Ersatzbäume gepflanzt, allerdings nicht zwingend an den gleichen Standorten. Derzeit wurden bereits 14 Bäume gepflanzt, während 15 weitere für die aktuelle Pflanzperiode vorgesehen sind.

Die Auswahl dieser Ersatzbäume orientiert sich am Standort sowie ökologischen Aspekten, was zeigt, dass die Stadt trotz der Fällungen ein langfristiges Augenmerk auf den Baumbestand hat.

Bäume als wichtige Umweltakteure

Bäume spielen eine wichtige Rolle im Naturhaushalt, wie auf der Webseite der Stadt Hemmingen hervorgehoben wird. Sie tragen zur Verbesserung des Kleinklimas, der Luftqualität bei und bieten Lebensraum für zahlreiche Tiere. In Hemmingen wird der Schutz der städtischen Baumbestände als hoch priorisiert eingestuft. Regelmäßige Baumkontrollen, die zweimal jährlich stattfinden, umfassen sowohl den belaubten als auch den unbelaubten Zustand der Bäume. Diese Kontrollen richten sich nach den jeweiligen Freiflächen, darunter Schulen, Spielplätze und Parks, und stellen sicher, dass die Verkehrssicherheit nicht gefährdet wird, was im Einklang mit den Vorschriften des Bundesnaturschutzgesetzes steht.

Da Hemmingen keine eigene Baumschutzsatzung hat, obliegen Fällungen und Rückschnitte gesetzlichen Regelungen, die Risiken und situative Gefahren im städtischen Raum widerspiegeln. Es ist festzustellen, dass Bäume mit hohem ökologischen Wert auch entscheidend für den Klimaschutz sind, und dies wird in Hemmingen durch alle genannten Maßnahmen erkannt.

Eine öffentliche Sitzung des Ratsausschusses bezüglich der Baumfällungen ist für den 29. Januar geplant. Diese wird sicherlich weitere Informationen zu den anstehenden Fällungen und den geplanten Ersatzpflanzungen liefern. Die Notwendigkeit von Baumfällungen und -pflanzungen wird durch die herausfordernden Witterungsbedingungen und den veränderten Klimawandel immer relevanter und bleibt von hohem Interesse für die Bürger und Naturschützer der Region.