Am Montagabend, dem 18. Februar 2026, ereignete sich ein beunruhigender Vorfall an einer Bushaltestelle in Gerlingen, im Landkreis Ludwigsburg. Ein 40-jähriger Mann ging mit einem Ast auf zwei Frauen los und verletzte sie. Dies geschah, nachdem er zuvor bereits zwei vorbeifahrende Fahrzeuge beschädigt hatte. Die Polizei ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. An den beschädigten Autos entstand Sachschaden, dessen Höhe aktuell noch unklar ist. Während eine der verletzten Frauen, eine 46-Jährige, selbstständig ein nahegelegenes Klinikum aufsuchte, ist die Identität der zweiten Frau noch unbekannt.
Bereits am Abend des 16. Februars 2026, gegen 20:20 Uhr, hatte der Verdächtige in der Solitudestraße in Gerlingen mit einem Ast auf vorbeifahrende Autos eingeschlagen und Passantinnen angegriffen. Betroffen waren unter anderem ein VW Multivan einer 48-Jährigen sowie ein VW Golf eines 25-Jährigen. Die sofort eingeleitete Fahndung führte zur Festnahme des Mannes in der Nähe eines Klinikums, was die Polizei als einen wichtigen Erfolg wertet. Zeugen, insbesondere eine noch unbekannte Passantin, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden, um weitere Informationen zu liefern.
Ein Anstieg der Gewaltkriminalität
Die Vorfälle in Gerlingen werfen ein Licht auf die aktuelle Situation der Gewaltkriminalität in Deutschland. Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik 2024 ist die Gewaltkriminalität um 1,5 % auf 217.277 Fälle gestiegen, was den höchsten Stand seit 2007 darstellt. Dies ist besorgniserregend, insbesondere wenn man die steigende Anzahl tatverdächtiger Kinder und Jugendlicher in Betracht zieht. Die Zahlen zeigen einen Anstieg der tatverdächtigen Kinder um 11,3 % und der Jugendlichen um 3,8 % im Vergleich zu den Vorjahren.
Ein weiterer Aspekt, der in diesem Kontext betrachtet werden sollte, ist der Anstieg der Gewaltkriminalität durch nichtdeutsche Tatverdächtige, der um 7,5 % auf 85.012 Fälle zugenommen hat. Dies verdeutlicht, dass die Herausforderungen in der Kriminalitätsbekämpfung komplexer werden. Die Polizei bemüht sich, die Situation zu bewältigen, und verzeichnet vermehrte Einsätze in der Region.
Ausblick und gesellschaftliche Relevanz
Die Vorfälle in Gerlingen sind nicht isoliert und verdeutlichen die Notwendigkeit für eine umfassende gesellschaftliche Diskussion über Sicherheit und Gewaltprävention. Mit einem Rückgang der allgemeinen Kriminalität um 1,7 % im Jahr 2024, der hauptsächlich durch die Cannabis-Teillegalisierung bedingt ist, zeigen sich dennoch besorgniserregende Trends in der Gewaltkriminalität. Die Polizei nimmt sich der Situation an und arbeitet daran, die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten.
Für weitere Informationen zu den Vorfällen in Gerlingen und den laufenden Ermittlungen können Sie die Berichterstattung auf Tagesschau und BW24 verfolgen. Die neuesten Entwicklungen der Kriminalstatistik können auf der Webseite des BKA eingesehen werden.