Die Unterfahrung des Gebhard-Müller-Platzes in Stuttgart wird nun um rund 110 Meter verlängert. Diese Maßnahme ist Teil der umfassenden Bauarbeiten für das Großprojekt Stuttgart 21, das die Verkehrsinfrastruktur in der Region erheblich verbessern soll. Die Stadtverwaltung hat diese Informationen in einer aktuellen Mitteilung veröffentlicht, die auch Details zu den bevorstehenden Arbeiten enthält.

Eine der wichtigsten Änderungen im Rahmen dieses Projekts ist die geplante direkte und ebenerdige Querung der Willy-Brandt-Straße vom Kernerviertel aus. Diese Erleichterung zielt darauf ab, den innerstädtischen Verkehrsfluss zu optimieren und den Fußgängern mehr Komfort zu bieten. Die erste Tunnelröhre soll bereits im Juli 2023 in Betrieb genommen werden und damit die Verkehrsführung zügig anpassen.

Timing der Umstellung und Bauarbeiten

Die wesentlichen Umstellungsarbeiten in der Verkehrsführung beginnen am Montag, dem 30. Juni 2025. Ab diesem Zeitpunkt wird die westliche Tunnelröhre schrittweise in Betrieb genommen, damit der Verkehr in Fahrtrichtung Charlottenplatz fließen kann. Der Verkehr soll ab dem 7. Juli 2023 durch die Weströhre rollen, mit einer vollständigen Freigabe für beide Richtungen bereits am 9. Juli 2023.

Die Bauarbeiten an der Oströhre beginnen am 22. Juli 2023. Die vollständige Fertigstellung und Inbetriebnahme dieser Röhre sind für den Sommer 2027 vorgesehen. Diese Veränderungen sind notwendig, um eine umfangreiche Sanierung des bestehenden Tunnels durchzuführen, der seit 1973 genutzt wird und durch Umwelteinflüsse stark in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Finanzielle Aspekte und weitere Entwicklungen

Die Gesamtkosten für die Verlängerung der Unterfahrung belaufen sich auf etwa 62 Millionen Euro. Diese Kosten werden sowohl von der Stadt Stuttgart als auch von der DB InfraGO getragen. Eine der zusätzlichen Maßnahmen ist die teilweise Entfernung der Stadtbahnhaltestelle Staatsgalerie sowie der angrenzenden Fußgängerunterführung, um Platz für den Eisenbahntunnel zu schaffen.

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Ein interessanter Aspekt des Projekts ist die geplante Errichtung einer modernen unterirdischen Betriebszentrale, die die technischen Einrichtungen des Tunnels steuern wird. Die Verlängerung der Straßentunnels zwischen dem Gebhard-Müller-Platz und dem Neckartor wird von 115 Metern auf etwa 225 Meter erweitert, was eine verbesserte Anbindung an die wichtigen Verkehrsachsen der Stadt ermöglicht.

Insgesamt betrachtet wird die unterirdische Verlängerung des Gebhard-Müller-Platzes nicht nur den Verkehrsfluss optimieren, sondern auch zur Barrierefreiheit beitragen, insbesondere in Verbindung mit dem neuen Hauptbahnhof-Zugang, der neuen Haltestelle Staatsgalerie sowie dem Anschluss an den Schlossgarten.

Für weitere Informationen und Details zu den Entwicklungen rund um dieses bedeutende Projekt besuchen Sie die Artikel von Tixio und Stuttgart.de.