Die Zukunft des Bosch-Werks in Hildesheim ist nun gesichert. Heute, am 11. Oktober 2025, berichten mehrere Quellen, dass aufgrund einer kürzlichen Einigung zwischen dem Unternehmen, der IG Metall und dem Betriebsrat die drohende Schließung des Werkes bis mindestens 2032 abgewendet werden konnte. Diese Vereinbarung stellt sicher, dass das Werk langfristig bestehen bleibt und neue Projekte in Hildesheim angesiedelt werden sollen, wobei die Wettbewerbsfähigkeit im Fokus steht. Das Werk beschäftigt derzeit rund 1.100 Menschen und bleibt ein Kompetenzzentrum im internationalen Fertigungsverbund von Bosch.
Ein zentraler Punkt der Einigung ist der geplante Stellenabbau. Bis Ende 2027 sollen sozialverträglich insgesamt 550 Stellen abgebaut werden, was einen Teil der insgesamt bis 2032 geplanten 680 Stellen betrifft. Diese Strategie umfasst Maßnahmen wie Vermittlungsprogramme, Abfindungsangebote und Altersteilzeit, um betroffene Mitarbeiter bestmöglich zu unterstützen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auch auf der genuinen Absicherung von 420 Arbeitsplätzen bis 2032, die durch eine verbindliche Mindesthaltelinie garantiert werden.
Reaktionen der Beteiligten
Der Werkleiter Dietrich Haas betont die Notwendigkeit dieses Stellenabbaus zur Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit des Standortes. Gleichzeitig hebt Betriebsratschef Stefan Störmer hervor, dass die Sicherung der Fertigung und die Minimierung des Personalabbaus oberste Priorität haben. Hierzu erklärt er: „Es war uns wichtig, die Substanz des Standortes zu wahren und trotzdem auch die notwendigen Maßnahmen zur Sicherung der Zukunft einzuleiten.“
Die IG Metall sieht in der erzielten Einigung einen „tragfähigen Kompromiss“, der sowohl den Bedürfnissen der Beschäftigten als auch den wirtschaftlichen Anforderungen des Unternehmens Rechnung trägt. Nach gescheiterten Verhandlungen im Sommer kam es schließlich zur Schlichtung, die nun zu diesen positiven Ergebnissen geführt hat.
Neue Projekte und Herausforderungen
Trotz der gesicherten Zukunft des Werkes bleiben einige Herausforderungen bestehen. Bosch plant, neue Projekte in Hildesheim anzusiedeln, jedoch ist dies stark abhängig von der Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit. Die Mitarbeiter sind besorgt über die Möglichkeit weiterer Stellenstreichungen, insbesondere im Geschäftsbereich „Mobility after market“, wo voraussichtlich 60 Stellen wegfallen. In diesem Zusammenhang betonen sowohl der Betriebsrat als auch die Unternehmensleitung die Dringlichkeit, neue Aufträge zu sichern und somit die Beschäftigung im Werk langfristig abzusichern.
Insgesamt zeigt die Einigung, dass sowohl das Unternehmen als auch die Arbeitnehmervertretungen bereit sind, gemeinsam an einer tragfähigen Zukunft für das Bosch-Werk in Hildesheim zu arbeiten. Der Standort bleibt somit ein fester Bestandteil der Industrie in der Region und spielt eine wichtige Rolle in der Produktion von Komponenten für die Elektromobilität.
Für weiterführende Informationen über die Entwicklungen im Bosch-Werk in Hildesheim, können die Artikel von Staatsanzeiger und NDR herangezogen werden.