In Gerlingen geht es endlich voran: Die Bauarbeiten für die neue Mensa am roten Platz, ganz in der Nähe der Pumptrack, haben begonnen. Dieses Projekt, dessen erste Überlegungen bereits vor über einem Jahrzehnt angestoßen wurden, wird für die Schulgemeinschaft von großer Bedeutung sein. „Die Mensa wird nicht nur die Verpflegung unserer Schüler verbessern, sondern auch zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf beitragen“, betonte Bürgermeister Dirk Oestringer (parteilos) beim offiziellen Spatenstich. Die Gesamtkosten für den Bau belaufen sich auf rund 6,5 Millionen Euro, wobei bereits Bundes- und Landeszuschüsse in Höhe von etwa drei Millionen Euro signalisiert wurden. Ein Bescheid über diese Fördermittel wird im Frühjahr 2026 erwartet. Die Mensa soll mit einer Kapazität von bis zu 400 Essen täglich in Betrieb gehen und bietet die Möglichkeit zur baulichen Erweiterung um bis zu 80 Sitzplätze.

Die aktuelle Nachfrage nach einem Interimsangebot für die Schüler der Klassen fünf bis acht zeigt den steigenden Bedarf an einer solchen Einrichtung. Die Mensa wird voraussichtlich zum Schuljahr 2027/28 in Betrieb gehen und damit eine wichtige Infrastruktur für die Schüler und deren Familien schaffen.

Förderung und Baufortschritt

Die Finanzierung des Projekts ist ein zentrales Thema. Die ursprüngliche Kostenschätzung lag bei fünf Millionen Euro, wurde jedoch auf 6,55 Millionen Euro erhöht. Obwohl bereits rund zwei Millionen Euro an Leistungen vergeben wurden, die unter den Kostenschätzungen liegen, steht der Bewilligungsbescheid für den Förderantrag beim Land noch aus. Der erste Antrag auf Fördergelder hatte im Vorjahr aufgrund von Überzeichnung des Fördertopfes nicht den gewünschten Erfolg. Möglicherweise könnte die Förderhöhe für die Mensa bis zu vier Millionen Euro betragen, was eine erhebliche Entlastung für die Stadt darstellen würde.

Schulbau in Deutschland ist ein komplexes Thema. Die Verantwortung liegt bei den Schulträgern, während das Land Richtlinien vorgibt und durch verschiedene Förderprogramme unterstützt. In Baden-Württemberg sind kommunale und private Schulträger für den Bau und die Instandhaltung der Schulgebäude zuständig. Die aktuelle Verwaltungsvorschrift zur Schulbauförderung sowie Flächenbedarfs-Schemata sind wichtige Instrumente, um den Schulbau zu optimieren und an die Bedürfnisse der Schüler anzupassen. Die Architektenkammer Baden-Württemberg hat zudem ein Auszeichnungsverfahren namens „Beispielhaftes Bauen“ initiiert, um erfolgreiche Projekte zu würdigen.

Ausblick auf die Zukunft

Mit der neuen Mensa in Gerlingen wird nicht nur ein wichtiger Schritt in Richtung einer verbesserten Schulinfrastruktur gemacht, sondern auch ein Zeichen gesetzt, dass Bildung und Verpflegung Hand in Hand gehen. Die Stadt Gerlingen zeigt damit, dass sie die Bedürfnisse ihrer Schüler ernst nimmt und bereit ist, in die Zukunft zu investieren. Es bleibt spannend, wie sich das Projekt weiterentwickeln wird und welche positiven Effekte die Mensa auf das Schulleben haben wird.

Für weitere Informationen zu Schulbau und Förderprogrammen können Interessierte die Webseite der Zentralstelle für Normungsfragen und Wirtschaftlichkeit im Bildungswesen besuchen.