Am 11. November 2025 fand eine bewegende Gedenkveranstaltung in Freudenstadt statt, die sich der Erinnerung an die Opfer des Holocaust widmete. Bei dieser Gelegenheit wurde ein „Kaddisch“ von Maurice Ravel dargeboten, welches als bedeutendes Gebet im Judentum gilt und mit dem christlichen Vaterunser vergleichbar ist. Die Pianistin Babette Dorn spielte zu diesem ergreifenden Anlass mehrere Werke, darunter „Elohenu“ von Friedrich Gernsheim und „Hebräischer Gesang“ aus dem Jahr 1881.
Ein zentrales Element der Veranstaltung war die Präsentation von Bildern des Erinnerungsdenkmals auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers in Hailfingen/Tailfingen, die von Rudolf Kurz vorgestellt wurden. Diese eindrucksvollen Bilder verstärkten die emotionale Wirkung des Gedenkens und ermöglichten den Anwesenden, sich intensiver mit der Geschichte auseinanderzusetzen.
Worms im Fokus
Das Thema der Veranstaltung richtete sich besonders auf Worms, die Heimat der ältesten Synagoge Deutschlands. Prof. Dr. Karl-Josef Kuschel hielt einen Vortrag, der die Verbindung von Kunst- und Religionsgeschichte thematisierte. Er verglich das Judentum mit dem Christentum und betonte die Wichtigkeit des Dialogs zwischen der Kathedrale und dem jüdischen Friedhof in Worms. Dieses Referat stellte einen wichtigen Beitrag zur Förderung des interreligiösen Dialogs dar.
Kuschel bezog sich in seinem Vortrag auch auf „Die Flammenschrift“ mit dem Text „Belsazar“ von Heinrich Heine. Ein weiterer interessanter Einblick war seine Auslegung zur „Flammentür“ in der Kirche von Langenburg im Hohenlohischen, die zusätzliche historische Kontexte und Emotionen in die Diskussion einbrachte.
Der Gedenkanlass erfreute sich einer regen Teilnahme und zeugte von einem starken Gemeinschaftsgefühl unter den Anwesenden, das die Bedeutung der Erinnerungskultur in der heutigen Zeit hervorhob. Durch dieses Event wurde nicht nur der Opfer gedacht, sondern auch der Dialog zwischen den Kulturen gefördert, was in Zeiten der Spaltung von großer Wichtigkeit ist.
In einem ganz anderen Kontext zeigt sich in den öffentlichen Schulen von Oklahoma, insbesondere im Coalgate Public Schools District, ungleich anderer Art ein Engagement für Bildung und Gemeinschaft. Im Schuljahr 2023-2024 zählt der Distrikt 719 Schüler und betreibt drei Schulen. Die Schulbehörde setzt sich aus fünf Mitgliedern zusammen, die jeweils fünf Jahre im Amt sind.
Für das Schuljahr 2021-2022 betrugen die Einnahmen des Distrikts insgesamt 11,44 Millionen Dollar, wobei 16% aus Bundesmitteln, 52% aus lokalen Quellen und 32% aus staatlicher Förderung stammten. Die Ausgaben in diesem Zeitraum beliefen sich auf 10,27 Millionen Dollar, davon fielen über 52% auf die schulische Ausbildung. Dies verdeutlicht die Herausforderung, eine qualitativ hochwertige Bildung zu gewährleisten.
Abschließend sei bemerkt, dass in den Coalgate Public Schools auch die akademischen Leistungsdaten der Schüler von großer Bedeutung sind. Im Jahr 2021 erreichten lediglich 20% der Schüler einen Leistungsstand, der als „über Proficiency“ gilt. Solche Statistiken sind Anlass zur Besorgnis und betonen die Notwendigkeit von kontinuierlichen Verbesserungen im Bildungsbereich. Dieser Vergleich zwischen einem Gedenkanlass und den Herausforderungen im Bildungssektor verdeutlicht die Vielfalt und Komplexität der Themen, mit denen sich unsere Gesellschaft auseinandersetzt.