Die Stadt Freiberg am Neckar nimmt die Bekämpfung von Müllproblematiken in die Hand und startet die Kampagne „Freiberg – frei von Dreck“. Die Initiative zielt darauf ab, wilde Müllkippen, Verpackungen am Wegesrand und Zigarettenstummel unter Bänken zu beseitigen. Als Teil dieser Offensive wird am Samstag, 20. September 2025, von 9 bis 12 Uhr eine große Putzaktion durchgeführt. Der Treffpunkt dafür ist der Parkplatz Wasen in der Talstraße.

Insgesamt engagieren sich zahlreiche Akteure, darunter der BUND, die Klimawerkstatt, die Neckarguides sowie die Oscar-Paret-Schule und viele Freiwillige. Bürgermeister Jan Hambach hebt die Sichtbarkeit des Engagements hervor und betont die Bedeutung der Verantwortung der Bürger für ihre Umwelt. Neben der Putzaktion sind auch begleitende Maßnahmen wie Plakataktionen und Öffentlichkeitsarbeit mit einem klaren Fokus auf Verpackungsmüll, Zigarettenstummel und Abfall aus Autos geplant.

Langfristige Maßnahmen zur Müllvermeidung

Die Stadt verfolgt darüber hinaus langfristige Maßnahmen, um das Müllproblem nachhaltig anzugehen. Dazu gehören die Einführung von Bußgeldern, die Etablierung von Patenschaften für Müll-Hotspots sowie eine verstärkte soziale Kontrolle zur Rechenschaft von Müllsündern. Interessierte können sich zur Putzaktion anmelden unter: BUND.Freiberg-aN@web.de.

Die anstehende Putzaktion ist nicht die erste ihrer Art. Am Samstag, 5. April, findet bereits der 20. Freiberger Frühjahrsputz statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung wird unter dem Motto „Gemeinsam für mehr Sauberkeit und Umweltschutz“ das gesamte Stadtgebiet von engagierten Bürgerinnen und Bürgern gesäubert. Teilnehmer können ihren Sammelort frei wählen, sei es vor der Haustür, im Park oder auf dem Spielplatz. Die Agenda 21 stellt hierfür kostenlos Abfallsäcke und Handschuhe zur Verfügung.

Erfolge der vergangenen Jahre

In den letzten 20 Jahren wurden durch solche Aktionen bereits tonnenweise Müll aus Grünanlagen, Straßenrändern und Gewässerufern entfernt. Laut dem statistischen Bundesamt erzeugte jeder Deutsche im Jahr 2023 im Schnitt 433 kg Haushaltsabfall, was einen neuen Tiefstand darstellt. Dennoch bleibt das Problem des achtlos weggeworfenen Mülls angesichts von Plastiktüten, Zigarettenstümpfen und Getränkedosen aktuell. Gemeinsam mit den verschiedenen Freiberger Organisationen, darunter die AG Umwelt, Montessori-Schule und Pfadfinder, soll es gelingen, Freiberg noch sauberer zu gestalten.

Weitere Informationen zur Kreislaufwirtschaft und Müllvermeidung liefert das Bundesumweltministerium.