Am 2. Juni 2025 wird an die verheerende Flut im Landkreis Ludwigsburg erinnert, die im vergangenen Jahr viele Menschen und Betriebe stark getroffen hat. Der Juni 2024 gilt als die schlimmste Flutkatastrophe in der Region. Dramatische Niederschläge über drei Tage führten zu stark ansteigenden Flusspegeln in ganz Baden-Württemberg. Die Auswirkungen waren verheerend, was von zahlreichen Betroffenen deutlich gemacht wird. Überflutete Keller und schlaflose Nächte sind Erinnerungen, die viele noch im Gedächtnis haben. Bürgermeister Jan Hambach von Freiberg schildert, wie er direkt vor seinem Amtsantritt am 2. Juni 2024 in die Rettungsmaßnahmen eingebunden war. „Wir hatten Pläne, aber nicht für so etwas“, sagt er und beschreibt, wie er die Solidarität der Bürger und das schnelle Handeln der Rettungskräfte aus erster Hand miterlebte.Stuttgarter Nachrichten berichtet von ähnlichen Erfahrungen, die Orhan Özbagci, Betreiber des Biergartens Uferstüble, gemacht hat. Trotz teilweise überfluteter Räume blieb der Schaden dank rechtzeitiger Vorwarnung und präziser Vorbereitungen überschaubar. Özbagci und seine Frau konnten auf eine 11-jährige Erfahrung mit Hochwasser zurückblicken, die ihnen half, besser mit der Situation umzugehen.

Im Verlauf der letzten Flut war die Hochwasserlage im Kreis Ludwigsburg besorgniserregend, allerdings nicht so gravierend wie in anderen angrenzenden Kreisen, wie Göppingen, Biberach und Ravensburg. Aktuelle Berichte von Kreisbrandmeister Andy Dorroch zeigen, dass es bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine Keller auspumpen oder Menschen evakuieren musste.Kreis Ludwigsburg schildert die plötzliche Gefahr durch steigende Zuflüsse des Neckars sowie Wasserstände von Rems und Murr, die angespannt bleiben. Mobile Dämme wurden aufgebaut, um verschiedene Wohnhäuser zu schützen. Besorgnis herrscht insbesondere in Steinheim an der Murr, wo Evakuierungsmaßnahmen denkbar sind, falls der Wasserstand um weitere 30 cm ansteigt.

Aktuelle Situation und Sicherheitsvorkehrungen

Laut den aktuellen Zusammenfassungen zeigt sich die Lage am Neckar zwischen Marbach und Benningen als kritisch. Gewerbegebiete, wie das in Benningen, sowie Marbacher Bootshäuser sind überflutet. Sichtbare Schutzmaßnahmen sind in Hessigheim ergriffen worden, wo ebenfalls mobile Dämme zum Einsatz kommen. Dorroch äußert sich optimistisch, dass die Gemeinde trocken bleibt, während der Verkehr im Landkreis teilweise eingeschränkt ist. Einige Straßenverbindungen, darunter die Otto-Konz-Straße und die Mundelsheimer Straße, sind gesperrt. Trotzdem bleibt der Verkehr überwiegend gewährleistet, obwohl die Verbindung nach Marbach, Murr und Freiberg stark beeinträchtigt ist.

Die Feuerwehr hat jedoch vor den Gefahren gewarnt, die vor allem von Schaulustigen ausgehen, die sich den überfluteten Gebieten zu nahe kommen. Aktuell ist das Risiko für weitere Gefahren für Mensch und Tier relativ gering, doch die Rettungskräfte bleiben im abwartenden Modus und beobachten fortlaufend die Pegelstände. Ein dringendes Lagegespräch mit Landrat, Polizei und Feuerwehr wurde für 12 Uhr einberufen, da weiterer Regen vorhergesagt ist.