Am 27. Februar 2026 wurde bekannt gegeben, dass die Städte Markgröningen und Sachsenheim insgesamt 268.000 Euro aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) 2026 erhalten. Diese Mittel, die aus dem Land Baden-Württemberg stammen, sind speziell für Maßnahmen zur Innenentwicklung, die Schaffung von Wohnraum sowie die klimaresiliente Gestaltung bestehender Ortskerne vorgesehen. Dr. Markus Rösler (Grüne) und Konrad Epple (CDU) gaben die Unterstützung am Donnerstag bekannt. Landesweit stellt die Landesregierung dabei beeindruckende 112,4 Millionen Euro für rund 1.100 Projekte bereit. Der Großteil der Mittel, nämlich 213.000 Euro, fließt nach Markgröningen, insbesondere in die Stadtteile Unterriexingen und Schönbühlhof, während Sachsenheim 55.000 Euro für die Innenentwicklung im Stadtteil Hohenhaslach erhält. Weitere Informationen zur Förderung finden Sie in dem Artikel auf Ludwigsburg24.
Das ELR-Programm ist ein zentrales Förderinstrument zur Stärkung ländlicher Räume in Baden-Württemberg. Es unterstützt Projekte in den Bereichen Wohnen, Nahversorgung, Arbeitsplätze und Gemeinschaftsleben, mit einem klaren Schwerpunkt auf der Stärkung bestehender Ortskerne. Besonders im Förderjahr 2026 wird ein Fokus auf klimaresiliente Maßnahmen und flächensparendes Bauen gelegt. Geförderte Projekte können Hitzeaktionspläne, Verschattungskonzepte, Regenwassermanagement, nachhaltige Bauweisen sowie die Umnutzung bestehender Gebäude umfassen. Ziel dieser Initiativen ist es, den Flächenverbrauch zu reduzieren und die bestehenden Strukturen im ländlichen Raum langfristig zu stärken.
Förderungen im Hegau und darüber hinaus
Im Jahr 2025 werden zudem 10 Projekte im Hegau mit insgesamt 587.990 Euro aus dem ELR gefördert. Das Ministerium für Ernährung, Ländlicher Raum und Verbraucherschutz hat bereits Förderzusagen für diese Projekte bekanntgegeben. Das ELR-Programm gilt als das größte Förderprogramm des Landes zur Modernisierung ländlicher Räume und fördert Städte und Gemeinden in den Bereichen Wohnen, Nahversorgung, Arbeitsplätze und Gemeinschaftsleben, wobei der Fokus ebenfalls auf der Entwicklung der Ortskerne liegt. Insgesamt werden 2025 410 Gemeinden mit 1.042 strukturell bedeutenden Projekten rund 101,4 Millionen Euro unterstützt. Landtagsabgeordnete Saskia Frank äußerte sich positiv über die Förderungen für die Gemeinden in ihrem Wahlkreis. Auch hier stehen flächensparendes Bauen und Anpassungen an den Klimawandel im Vordergrund.
Die Schwerpunkte der Projekte umfassen Hitzepläne, Verschattungskonzepte, intelligentes Regenwassermanagement sowie nachhaltiges und flächensparendes Bauen. Wichtige Aspekte dabei sind Holzbau, Flächenrecycling und die Umnutzung bestehender Gebäude, um den Flächenverbrauch zu reduzieren. Mehr Informationen hierzu finden Sie auf Wochenblatt.
Ein Blick auf die deutschlandweite Förderung ländlicher Räume
Die Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt, ländliche Regionen als eigenständige Lebens- und Wirtschaftsräume zu stärken. Hierbei werden unterschiedliche Entwicklungspotentiale berücksichtigt, um die Attraktivität ländlicher Räume zu erhalten und nachhaltig zu gestalten. Verschiedene Förderinstrumente der EU, des Bundes und der Länder kommen zum Einsatz. Ein wichtiges europäisches Politikfeld ist die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP), die seit Beginn der Einigung Europas besteht und seit 2000 mehrfach angepasst wurde, um den Wandel der Lebensverhältnisse in Europa zu berücksichtigen.
Die zweite Säule der GAP wurde im Jahr 2000 zur Förderung ländlicher Räume geschaffen und unterstützt durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER). Dieses Programm stellt im Förderzeitraum 2014 bis 2020 insgesamt 8,3 Milliarden Euro EU-Mittel für Deutschland zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es in Deutschland die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK), die als Hauptinstrument der nationalen Agrarstrukturförderung fungiert. Diese Programme zielen darauf ab, ländliche Räume zu stärken und gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen, was für die zukünftige Entwicklung der ländlichen Gemeinden von großer Bedeutung ist. Weitere Informationen sind auf der Website des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) zu finden.


