Im Süden Sachsen-Anhalts sorgt eine tierische Sichtung für Aufregung. Am Freitagabend, dem 13. Juni 2025, wurde im Hafenbereich des Geiseltalsees bei Braunsbedra ein großes, unbekanntes Tier gesichtet. Eine Spaziergängerin hatte das Tier gefilmt, doch das darauf basierende Video ist unscharf und verwackelt. Dennoch hat es mittlerweile virale Aufmerksamkeit erlangt, und die Behörden sind in Alarmbereitschaft. Das Bietigheimer Zeitung berichtet, dass mehrere Sichtungen des Tieres gemeldet wurden, allerdings bleibt die genaue Identifikation unklar.

Das Landratsamt hat bereits vor möglichen Gefahren durch das Tier gewarnt, insbesondere durch Warn-Apps wie KatWarn und NINA. Spaziergänger und Anwohner wurden aufgefordert, sich von Wiesen und Wäldern fernzuhalten. In den letzten Tagen war die Polizei im Einsatz, um die Region systematisch abzusuchen. Dazu kamen Helikopter, Wärmebildtechnik und speziell geschultes Personal. Es sind keine eindeutigen Beweise für die Art des Tieres vorliegend, doch Experten vermuten, dass es sich möglicherweise um einen Puma handelt.

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Expertenmeinungen und Warnungen

Patrick Müller, politischer Referent bei der Tierschutzorganisation AAP, schätzt, dass es sich wahrscheinlich um eine große Katze handelt, jedoch kann er keine genaue Art bestimmen. Laut RTL kann ein Puma durchaus Tiere bis zum siebenfachen seines Körpergewichtes erlegen, wobei Männchen zwischen 50 und 70 kg und Weibchen zwischen 30 und 50 kg wiegen. Experten warnen, dass Pumas für Menschen gefährlich sein können, insbesondere bei direkten Konfrontationen.

Die Stadt Braunsbedra hat zusätzlich bestätigt, dass es „zwischen fünf und sechs“ weitere Sichtungen des Tieres gab, was die Unsicherheit hinsichtlich der Identität des Raubtieres weiter verstärkt. Müller betont, dass Pumas keine Spuren hinterlassen wie andere Wildtiere, da sie ihren Kot nicht verscharren und sehr gute Schwimmer sind. Bislang fehlen jedoch Beobachtungen, die auf das Tier hindeuten könnten.

Maßnahmen der Behörden und Tierschützer

Die Behörden haben ein umfassendes Suchprogramm initiiert, um das Tier zu finden. Experten bringen Betäubungspfeile mit, um das Tier sicher zu beruhigen und zu untersuchen, einschließlich mikrochiptechnischer Analysen. Die Tierschutzorganisation AAP hat den Behörden Unterstützung angeboten und ist bereit, das Tier aufzunehmen sowie kostenlos zu transportieren, was bereits von Bietigheimer Zeitung erwähnt wurde.

Die Suche nach dem vermeintlichen Puma geht weiter, und Tierschützer raten den Bürgern, in der Nähe des Geiseltalsees besondere Vorsicht walten zu lassen und Abstand zu halten. Die nächsten Tage werden entscheidend sein, um festzustellen, ob das Tier gefasst werden kann und welche weiteren Maßnahmen erforderlich sind.