Ingersheim hat einen besonderen Grund zur Freude: Der örtliche Jugendtreff wurde nicht nur als architektonisches Schmuckstück beschrieben, sondern auch für seine innovative Gestaltung ausgezeichnet. Bürgermeisterin Simone Lehnert hebt hervor, dass der Jugendtreff beim Ludwigsburger Architekturquartett 2024 im Rampenlicht stand und bundesweit anerkannte Architekten an der Diskussion über dieses außergewöhnliche Projekt teilnahmen. Die Gemeinde wurde für ihren gewagten Schritt gelobt, einen offenen Jugendtreff ohne Türen und Beschränkungen zu schaffen, was sowohl eine Einladung zur Nutzung als auch eine potenzielle Gefahr für Vandalismus mit sich bringt. Diese Anerkennung ist ein Zeichen für den Mut und die Vision der Gemeinde, einen Ort für die Jugend zu schaffen, der sowohl einladend als auch funktional ist.

Die Würdigung des Jugendtreffs endete nicht beim Architekturquartett. Im Jahr 2025 erhielt er eine weitere Anerkennung durch die „Engere Wahl“ beim Holzbaupreis 2025, der von Holzbau Deutschland – Bund Deutscher Zimmermeister im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes ausgelobt wird. Dieser Preis steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Die Auszeichnung zeigt, dass der Jugendtreff nicht nur architektonisch überzeugt, sondern auch in der Ausführung und Materialwahl auf Nachhaltigkeit setzt. Informationen zu diesen Preisen sind unter Bietigheimer Zeitung zu finden.

Der Deutsche Holzbaupreis 2025

Der Holzbaupreis 2025, verliehen am 27. Mai 2025 im Rahmen der LIGNA in Hannover, ist eine der wichtigste Auszeichnungen für Bauwerke aus Holz in Deutschland. In diesem Jahr wurden insgesamt 206 Projekte eingereicht, was eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Die ausgezeichneten Projekte umfassten nicht nur den Jugendtreff in Ingersheim, sondern auch bemerkenswerte Bauvorhaben wie das Studierendenwohnheim ‚Collegium Academicum‘ in Heidelberg und das Mikroapartmenthaus ‚Cube 68‘ in Dinkelsbühl. Die Preisverleihung fand unter der Schirmherrschaft von Bundesministerin Verena Hubertz statt, die die Vorteile des Holzbaus wie Klimaschutz und regionale Wertschöpfung betonte. Weitere Informationen zu den ausgezeichneten Projekten sind auf der Webseite des Deutschen Holzbaupreises zu finden: Deutscher Holzbaupreis.

Besonders interessant ist der Sonderpreis, der für das Verfahren metallfreier punktgestützter Flachdecken aus Holz, bekannt als Gradient Density, vergeben wurde. Diese Innovationskraft zeigt, wie vielfältig und zukunftsweisend Holz als Baustoff ist. Die Preisverleihung und die ausgezeichneten Projekte verdeutlichen, dass Holzbau nicht nur eine Alternative, sondern eine bevorzugte Wahl für zukunftsorientierte Bauprojekte darstellt.

Nachhaltigkeit und Zukunftsperspektiven

Der Deutsche Holzbaupreis wird seit 2003 alle zwei Jahre verliehen und gilt als bedeutende Auszeichnung für nachhaltiges Bauen in Deutschland. Die Beurteilung der Projekte erfolgt durch eine neutrale Fachjury, die den Lebenszyklus, Ressourceneinsatz, Innovationskraft, Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit der Gebäude bewertet. Dies zeigt, dass der Holzbau nicht nur ein Trend ist, sondern ein zentraler Bestandteil der modernen Architektur und des Bauens in Deutschland. Der Holzbau wird auch ein wichtiges Thema beim Branchentag Holz des GD Holz im November sein. Damit unterstreicht die Bundesregierung ihr Engagement für den Holzbau und plant, mit dem Bau-Turbo, Änderungen im Baugesetzbuch voranzutreiben, um Genehmigungsverfahren zu beschleunigen.

Insgesamt zeigt der Erfolg des Jugendtreffs in Ingersheim und die Würdigung durch den Holzbaupreis, dass die Gemeinde nicht nur in der Gegenwart, sondern auch in der Zukunft auf die richtige Strategie setzt: auf Nachhaltigkeit, Innovation und Gemeinschaft. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich diese Ansätze weiterentwickeln und welche weiteren Projekte in der Region möglicherweise folgen werden. Weitere Informationen zu den Entwicklungen im Holzbau finden Sie unter GD Holz.