Bei einer besonderen Veranstaltung am letzten Freitag im Januar erlebten Kinder in Ludwigsburg einen aufregenden und lehrreichen Tag mit dem Lesehund Eddie. Diese Veranstaltung wurde von Manuela Maurer vom DRK Ludwigsburg organisiert und fokussierte sich auf die Buchvorlage „Familie Bunt hat einen Hund“. In der Geschichte geht es um eine Familie, die ihren ersten Hund namens Schnuppe aus dem Tierheim abholt. Die Themen der Veranstaltung umfassten wichtige Aspekte wie die Gefühle des Hundes im neuen Zuhause, seine Bedürfnisse sowie Schlafplatz und Futter. Die Kinder hatten die Gelegenheit, mehr über die Verhaltensregeln im Umgang mit Eddie zu lernen, um sowohl das Wohlbefinden des Hundes als auch der Kinder sicherzustellen.

Um die Erfahrungen noch interaktiver zu gestalten, wurden Leckerlis als Belohnung bei verschiedenen Aktivitäten eingesetzt. Eddie, der aufmerksame Lesehund, brachte jedem Kind einen Beutel mit Begriffen zu seinen Körperteilen. Auf spielerische Art und Weise lernten die Kinder Begriffe wie „Stopp“, „Lefze“ und „Rute“. Das Vorlesen an Eddie vermittelte den Kindern ein Gefühl von Geborgenheit, und er hörte aufmerksam zu. Die nächste Veranstaltung mit Eddie ist für Freitag, den 24. April, um 15.00 Uhr im Saal der Bücherei geplant, und die Vorfreude ist bereits groß.

Die Vorteile des hundgestützten Lesens

Das Konzept des hundgestützten Lesens, wie es in der Veranstaltung mit Eddie praktiziert wird, bringt zahlreiche Vorteile mit sich. Laut der Stiftung Lesen müssen Mensch-Hund-Teams gut ausgebildet sein, um wirksam in diesen Kontexten tätig zu sein. Lehrkräfte, die mit Hunden in ihrem Arbeitsumfeld interagieren, unterliegen bestimmten Vorgaben, die sich von denen ehrenamtlich Tätiger unterscheiden. Wichtige Eigenschaften für die Menschen, die mit Hunden arbeiten, umfassen Empathie, Flexibilität sowie Kreativität.

Die Hunde selbst sollten eine hohe Reizschwelle besitzen und Freude daran haben, mit verschiedenen Menschen zu interagieren. Ein Wesenstest kann helfen, die Eignung des Hundes zu überprüfen. Immer mehr Ausbildungsinstitute in Deutschland bieten Programme für Mensch-Hund-Teams an, um die notwendige Kompetenz in diesem Bereich zu fördern.

Tiergestützte Pädagogik im Bildungsprozess

Die tiergestützte Pädagogik ist ein wachsendes Feld, das positive Auswirkungen auf die körperliche, soziale, emotionale und kognitive Entwicklung von Kindern hat. Im Bildungsbereich kann diese Methode von der Frühförderung bis zur Erwachsenenbildung angewendet werden. Die Interaktion zwischen Mensch und Tier, wie in der Veranstaltung mit Eddie erlebt, hat das Potenzial, das Hormon Oxytocin auszuschütten, das soziale Bindungen stärkt. Diese Art der Pädagogik fördert nicht nur die Freude am Lernen, sondern hilft auch, stressbedingte Herausforderungen zu mildern und Vertrauen aufzubauen.

Besonders die Kommunikation und Interaktion von Kindern, auch solchen mit Autismus-Spektrum-Störungen, kann durch tiergestützte Pädagogik verbessert werden. Diese Bildungsform unterstützt zudem die soziale Interaktion und das emotionale Wohlbefinden, trägt zur Bildungsgerechtigkeit bei und ermöglicht individuelle Lernprozesse.

Zusammenfassend zeigt sich, dass hundgestütztes Lesen und tiergestützte Pädagogik eine wertvolle Rolle in der frühkindlichen Bildung spielen können. Es fördert Empathie, Verantwortungsbewusstsein und die respektvolle Handhabung der Natur. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Tieren und die zusätzliche Qualifikation von Fachkräften in diesen Bereichen sind entscheidend für den Erfolg solcher Programme. Weiterführende Informationen zu den Möglichkeiten der tiergestützten Pädagogik finden sich auf World Day.