In Ditzingen sorgt die Eröffnung einer neuen zentralen Grundschule für erhöhte Diskussionen über die Sicherheit des Schulwegs für Kinder. Die Eltern äußern ständig ihre Bedenken bezüglich möglicher Gefahren, insbesondere durch den meist hohen Verkehrsaufkommen in den Morgenstunden. Enge Straßen in der Stadt tragen zur Problematik bei, was die Sorgen der Eltern weiter verstärkt. In Gemeinderatssitzungen und an die Stadt wurden bereits zahlreiche Anfragen gestellt, die die Besorgnis über die Verkehrssituation verdeutlichen, die Kinder auf ihrem täglichen Weg zur Schule ausgesetzt sind. Dies berichtet die Stuttgarter Nachrichten.

Eine aktuelle Umfrage der ADAC Stiftung zum Thema „Sicherer Schulweg“ zeigt, dass jedes vierte Grundschulkind häufig das Elterntaxi für den Weg zur Schule nutzt. Die Hauptgründe für diese Praxis sind oft Anschlusstermine, schlechtes Wetter und der Wunsch nach Zeitersparnis. Interessanterweise nennen nur wenige Eltern unsichere Schulwege als Beweggrund für die Nutzung des Elterntaxis. Dennoch kritisieren viele die erhöhte Gefährdung durch den erhöhten Verkehr vor Schulen. Laut den Ergebnissen der Umfrage empfinden 62 Prozent der Eltern zu viel Verkehr in der Nähe von Schulen als problematisch, und mehr als die Hälfte sieht in den Elterntaxis eine Quelle gefährlicher Verkehrssituationen. Weitere 55 Prozent wünschen sich abgetrennte Hol- und Bringzonen, um die Sicherheit der Kinder zu gewährleisten. Details dazu bietet die ADAC Pressemitteilung.

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Sicherheitsbewusstsein der Eltern

Trotz der Sicherheitsbedenken sind nur 11 Prozent der Eltern gezwungen, ihre Kinder aufgrund der Unsicherheit des Schulwegs mit dem Auto zu bringen. Die häufigsten Gründe für die Nutzung des Elterntaxis sind hingegen organisatorischer Natur: 39 Prozent der Eltern geben an, dass sie wegen Anschlussterminen ihr Kind bringen, während 38 Prozent das schlechte Wetter als Entscheidungsfaktor anführen. Über alle Schulformen hinweg gaben 34 Prozent der Eltern an, ihre Kinder fast täglich und 16 Prozent gelegentlich auf dem Schulweg zu begleiten. Besorgniserregend ist, dass 43 Prozent der Eltern Angst vor rücksichtsloser Fahrweise anderer Verkehrsteilnehmer haben.

Zusätzlich zeigt die Umfrage, dass 62 Prozent der Kinder im Schulalter ein Smartphone besitzen, und dass 26 Prozent der Eltern gefährliche Situationen aufgrund von Ablenkungen durch diese Geräte beobachten. Als Reaktion auf diese Problematik startet die ADAC Stiftung zum Beginn des kommenden Schuljahres eine Kampagne mit dem Titel „Sicher zu Fuß zur Schule“, die darauf abzielt, ein verantwortungsbewusstes Verhalten im Straßenverkehr zu fördern.