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In Bietigheim-Bissingen wird derzeit über die Zukunft des Radverkehrs diskutiert, insbesondere im Hinblick auf die Sicherheit und die Aufenthaltsqualität im Bürgergarten. Albrecht Kurz von der GAL spricht sich gegen die Idee aus, den Schotterweg aus Naturschutzgründen zu befestigen, da dies bereits mehrfach geprüft wurde. Er hebt die Notwendigkeit einer Umfahrung der unteren Hauptstraße aus der Sicht von Radfahrern hervor. Kurz begrüßt zwar die geplanten Vorhaben der Stadt, macht jedoch auch deutlich, dass finanzielle Herausforderungen bestehen, wenn Radfahrervorschläge an die Stadt herangetragen werden, die über 100.000 Euro kosten.

Der Vorsitzende des ADFC prognostiziert, dass eine zügige Verbindung für Radfahrer dazu führen könnte, dass diese weniger durch den Bürgergarten fahren. Dies könnte die Sicherheit für alle Nutzer des Bürgergartens erhöhen. Ines Brodbeck von der SPD sieht in den geplanten Vorhaben eine wertvolle Möglichkeit zur Verbesserung der Sicherheit und der Aufenthaltsqualität. Götz Noller von der FDP unterstützt die Idee einer Radrampe am Unteren Tor, da der Radverkehr von der Sanierung der meistbefahrenen Straße der Stadt profitieren würde. Werner Kiemle (SPD) erinnert daran, dass die besprochenen Vorhaben nicht Teil der aktuellen Vorlage sind und es zunächst darum gehe, die Planungen voranzutreiben. Weitere Informationen zu den anstehenden Plänen sind in einem Artikel der Bietigheimer Zeitung nachzulesen.

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Radverkehr als umweltfreundliche Alternative

Das Fahrrad hat sich als schnelles und umweltfreundliches Verkehrsmittel etabliert, auch wenn Verkehrsplaner es lange Zeit nicht als echte Alternative zum Pkw wahrgenommen haben. Der BUND Naturschutz fordert, mehr Raum für den Radverkehr zu schaffen, auch wenn dies zu Lasten des Autoverkehrs gehen muss. Ein bedarfsorientiertes und verbessertes Radwegenetz sowohl innerorts als auch außerorts ist notwendig, um die Alltagstauglichkeit des Radverkehrs zu erhöhen. Dazu gehören auch eigene Fahrradtrassen, die für schnellen Radverkehr mit wenigen Kreuzungen realisiert werden sollen.

Die Förderung von Rad- und Fußwegen muss auch außerhalb des 50-Meter-Korridors von Straßen sichergestellt werden. Dabei ist es wichtig, bestehende Straßenflächen so umgenutzt werden, dass der Flächenschutz gewahrt bleibt. Sichere Kreuzungen, Nullabsenkungen bei Einmündungen und vorgezogene Aufstellflächen für Fahrräder an Kreuzungen sind erforderlich, um die Sicherheit weiter zu erhöhen. Der BUND Naturschutz unterstützt auch die Verbreitung von Pedelecs und E-Bikes, die den Fahrradverkehr erweitern und die Reichweite erhöhen.

Ein Blick auf den Nationalen Radverkehrsplan

Der Nationale Radverkehrsplan 3.0 (NRVP) bildet die Grundlage für die Radverkehrs- und Mobilitätspolitik in Deutschland. Er enthält wichtige Leitziele und Handlungsempfehlungen, um die Nutzung des Fahrrads zu fördern. Laut dem NRVP soll die Anzahl der mit dem Fahrrad zurückgelegten Wege von 120 im Jahr 2017 auf 180 Wege je Person und Jahr bis 2030 steigen. Auch der Anteil der Deutschen, die mehr Rad fahren wollen, soll von 41 % (2019) auf 60 % (2030) erhöht werden. Zudem ist das Ziel, die Zahl der im Verkehr getöteten Radfahrenden bis 2030 um 40 % zu senken.

Die Förderung des Radverkehrs ist eine Gemeinschaftsaufgabe von Bund, Ländern und Gemeinden, wobei die Finanzierung entscheidend ist. Der NRVP 3.0 sieht eine Fördersumme von 11 Euro je Person und Jahr für den Zeitraum 2020-2023 vor, mit dem Ziel, diesen Wert bis 2030 auf 30 Euro zu erhöhen. Wichtige Handlungsfelder sind die Schaffung einer hochwertigen Fahrradinfrastruktur sowie die Kommunikation und Bildung in Bezug auf Verkehrssicherheit. Der NRVP 3.0 ist damit das zentrale strategische Dokument für Maßnahmen und Förderprogramme im Radverkehr und wird durch Bürgerbeteiligung stetig weiterentwickelt. Weitere Informationen sind auf der Webseite des Mobilitätsforums des Bundes zu finden.