Am Dienstagabend fand im Stadion von Bayer 04 Leverkusen das Playoff-Rückspiel gegen Olympiakos Piräus statt. Die Partie endete ohne Tore, 0:0, was Leverkusen dennoch den Einzug ins Achtelfinale der Champions League sicherte, nachdem das Hinspiel mit 2:0 gewonnen wurde. Die Atmosphäre war mit 30.210 Zuschauern ausverkauft, darunter 2.000 Gästefans aus Piräus, die das Spiel mit lauten Pfeifkonzerten während der Ballbesitzphasen von Bayer 04 begleiteten.

Leverkusen startete vielversprechend in die Begegnung, sah sich jedoch rasch dem Pressing der Griechen ausgesetzt. Die Spieler von Olympiakos setzten früh Druck auf und versuchten, Leverkusens Fehler im Spielaufbau auszunutzen. Ein frühes Beispiel dafür war ein misslungener Pass von Aleix Garcia im eigenen Strafraum, der direkt zu Gelson Martins führte. Letzterer konnte den Ball jedoch nicht kontrollieren und die Chance verpuffte (28. Minute).

Defensive Stabilität

Die Defensive von Bayer 04 zeigte sich in der Folge jedoch stabil und ließ nur wenige Torchancen des griechischen Meisters zu. Leverkusen hatte Schwierigkeiten, sich aus der eigenen Hälfte zu befreien, ging aber mit einer Zwei-Tore-Führung aus dem Hinspiel kein unnötiges Risiko ein und verteidigte engmaschig. Das führte zu einer chancenarmen ersten Halbzeit, in der sowohl Leverkusen als auch Piräus keine klaren Möglichkeiten herausspielen konnten.

In der zweiten Halbzeit prüfte Gelson Martins den Leverkusener Torwart Janis Blaswich mit einem Diagonalschuss in der 50. Minute, der jedoch sicher parierte. Leverkusen ließ den Ball zirkulieren, kam jedoch nicht ernsthaft ins finale Drittel. Auch Ibrahim Maza wurde verletzt ausgewechselt, was die Situation für die Gastgeber nicht einfacher machte.

Wenig Gefahr in der Offensive

Die besten Möglichkeiten der Partie hatten die Leverkusener, doch sowohl Grimaldo, der in der 62. Minute nur die Latte traf, als auch Robert Andrich, der in der 76. Minute mit einem Kopfball am Aluminium scheiterte, konnten den Knoten nicht platzen lassen. Trotz aller Bemühungen blieb die Offensive blass und die wenigen Gelegenheiten wurden nicht genutzt. Die geschlossene Defensive der Leverkusener blockte alle Annäherungen des Gegners erfolgreich ab.

Mit diesem Unentschieden zieht Bayer 04 Leverkusen ins Achtelfinale der Champions League ein, wo sie auf den FC Bayern München oder den FC Arsenal treffen werden. Trainer Kasper Hjulmand setzte nach einer Niederlage gegen Union Berlin auf die A-Elf, um die wichtigen Punkte zu sichern und die Mannschaft auf Kurs zu halten.

Pressing im Fußball

Die Strategie des Pressings, die Olympiakos anwendete, zielt darauf ab, den Gegner zu unerwünschten Aktionen zu zwingen und Fehler im Spielaufbau zu provozieren. Der Begriff stammt vom englischen „to press“ und bedeutet, Druck auszuüben. Pressing kann in verschiedenen Formen auftreten, wobei das Hauptziel die Balleroberung ist. Hierbei ist es entscheidend, den Raum und die Zeit für den ballführenden Spieler zu reduzieren und möglichst Fehlpässe zu provozieren.

Obwohl Leverkusen in der Defensive gut stand, zeigte sich, dass sie in der Offensive nicht die nötige Durchschlagskraft hatten, um die gegnerische Abwehr ernsthaft zu gefährden. Die Leverkusener müssen nun daran arbeiten, ihre Angriffsmuster zu verfeinern, um im Achtelfinale der Champions League konkurrenzfähig zu bleiben.

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