In der Nacht vom 24. auf den 25. Januar 2026 ereigneten sich mehrere Einbrüche in Tamm, konkret in der Ellwanger Straße. Unbekannte Täter drangen auf ein Wohnhausgrundstück ein und brachen in eine dort befindliche Gartenhütte ein. Dabei entwendeten sie zwei Sätze Autoreifen, was bereits auf ein gezieltes Vorgehen der Einbrecher hindeutet. Außerdem wurde das Gartentor eines angrenzenden Wohnhauses aufgebrochen, sodass die Täter auch auf dessen Grundstück Zugang erhielten. Auch hier brachen sie in zwei weitere Gartenhütten ein, aus denen Werkzeug entwendet wurde. Zudem verschwanden von einer Terrasse in der Nähe zwei Paar Turnschuhe, was das Bild eines Vielzahl an Übergriffen aufzeigt. Der Polizeiposten Tamm hat die Ermittlungen zu diesen täterunabhängigen sowie gut durchdachten Übergriffen übernommen. Zeugen werden gebeten, sich bei Auffälligkeiten zu melden, um Licht ins Dunkel zu bringen. Hinweise können telefonisch unter (07141) 601014 oder per E-Mail an bietigheim-bissingen.prev@polizei.bwl.de gegeben werden.

Die Gesamtumstände rund um die Einbrüche verschärfen die ohnehin brisante Situation in Deutschland, wo Wohnungseinbrüche zuletzt wieder angestiegen sind. Laut der Auswertung von Statista gab es im Jahr 2023 etwa 119.000 Diebstähle in und aus Wohnungen, von denen 77.800 als Wohnungseinbruchdiebstahl klassifiziert wurden, was ein gewaltsames Eindringen in Wohnräume darstellt. Diese Zahl stellt den höchsten Stand seit 2019 dar, bleibt jedoch über 50% niedriger als im Jahr 2015. Besonders betroffen sind die städtischen Gebiete, in denen das Risiko eines Einbruchs signifikant höher ist. Beispielsweise hat Mülheim an der Ruhr die höchste Einbruchsrate mit 283 Fällen pro 100.000 Einwohnern, während Fürth die niedrigste Rate mit lediglich 33 Fällen aufweist.

Ermittlungen und Ausblick

Die Tamm geschehenen Vorfälle reißen eine Lücke in das Sicherheitsgefühl der Anwohner. Polizei und Bevölkerung stehen vor der Herausforderung, das Kriminalitätsgeschehen zu erfassen und insbesondere schweren Schaden durch Einbrüche zu verhindern. Die Aufklärungsquote für Wohnungseinbruchdiebstähle liegt 2023 bei lediglich 14,9%. Dies steht im krassen Gegensatz zur Gesamtquote aller Straftaten, die bei 58,4% liegt. Zudem ist der Anteil an tatverdächtigen Ausländern bei Wohnungseinbrüchen auf 42,9% angestiegen.

Somit zeigt sich deutlich, dass sowohl präventive Maßnahmen als auch die schnelle Aufklärung solcher Straftaten nötig sind, um das Sicherheitsgefühl der Bürger in Tamm und ganz Deutschland wieder zu stärken. Die Polizei fordert daher die Bürger auf, wachsam zu sein und ungewöhnliches Verhalten zu melden, um gemeinschaftlich gegen die Einbruchskriminalität vorzugehen.