In einer faszinierenden Verbindung zwischen Musik und Raumfahrt wird der beliebte Walzer „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauss als inoffizielle Hymne des Alls genutzt. Laut einem Bericht der Bietigheimer Zeitung dient das Stück sogar als Aufwachmusik für Astronauten. Diese musikalische Mission ist Teil einer speziellen Kampagne von Wien Tourismus, die anlässlich des 200. Geburtstags von Strauss ins Leben gerufen wurde.
Darüber hinaus feiert die Europäische Weltraumorganisation (ESA) am 31. Mai ihren 50. Gründungstag. An diesem besonderen Tag wird auch auf die bemerkenswerten Leistungen der Voyager-Sonden hingewiesen, die seit ihrem Start 1977 bereits über 25 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt sind und sich nun außerhalb des Sonnensystems befinden. Ob das Signal der Voyager-Sonden, das immer schwächer wird, noch empfangen werden kann, hängt laut Organisatoren von den technischen Fähigkeiten anderer Zivilisationen ab.
Musikalischer Einfluss im Film
Die Verbindung zwischen „An der schönen blauen Donau” und der Raumfahrt wird maßgeblich durch Stanley Kubrick gestärkt, der das Stück für seinen ikonischen Film „2001: Odyssee im Weltraum“ auswählte. Dieser Film, der als Meisterwerk des Science-Fiction-Genres gilt, wurde am 2. April 1968 uraufgeführt und hat die Wahrnehmung von Weltraumdarstellungen im Film nachhaltig geprägt. Wikipedia erläutert, dass die Musik, die auch andere klassische Stücke umfasst, wie „Also sprach Zarathustra” von Richard Strauss, während des gesamten Films eine zentrale Rolle spielt
Kritiker bemängelten zur Zeit des Kinostarts 1968 die Wahl der Filmmusik, die heute jedoch als besonders gelungen angesehen wird. Der Film selbst wurde 2022 vom Fachmagazin „Sight & Sound“ als „bester Film aller Zeiten“ ausgezeichnet. Evergreens wie „An der schönen blauen Donau“ tragen wesentlich zur emotionalen Wirkung bei und verleihen dem Film seine einzigartige Atmosphäre. Die Analyse von Filmmusik verdeutlicht, wie Musik das Publikum beeinflussen kann und welche Techniken dabei zur Anwendung kommen, um Stimmungen zu erzeugen, wie in einer wissenschaftlichen Arbeit zur Filmmusik beschrieben, die unter Utheses veröffentlicht wurde.
Zusammenfassend wird einmal mehr deutlich, wie tief verwurzelt die Verbindung zwischen Musik und Raumfahrt ist. Von der lebendigen Musik Johann Strauss‘ über die kreative Vision Kubricks bis hin zu den beeindruckenden Errungenschaften der Raumfahrt – diese Elemente vereinen sich zu einem faszinierenden Ganzen und laden dazu ein, über die Grenzen des Bekannten hinauszuschauen.