Blutspenden sind ein unverzichtbarer Teil der medizinischen Versorgung in Deutschland. Jeden Tag werden rund 15.000 Blutkonserven benötigt, um den hohen Bedarf in Krankenhäusern und Kliniken zu decken. Kessing, ein Vertreter der Blutspendeorganisation, hebt die Bedeutung dieser altruistischen Geste hervor und bezeichnet Blutspender als „Helden des Alltags“. Dennoch sind nur etwa drei von hundert Menschen in Deutschland regelmäßig aktiv als Blutspender tätig, was sie zu einer kleinen, aber wichtigen Minderheit macht.

Diese geringe Zahl an Spendern führt zu einer anhaltenden Knappheit bei Blutkonserven. Laut AOK sind täglich 10.000 Vollblutspenden erforderlich, um die medizinische Versorgung insbesondere mit Erythrozytenkonzentraten sicherzustellen. Die Notwendigkeit dieser Spenden wird besonders bei Patienten mit medizinischen Notfällen, schweren Operationen oder chronischen Krankheiten deutlich.

Der Rückgang der Blutspenden

Von 2015 bis 2020 sank die Anzahl der jährlich geleisteten Blutspenden von 4,1 Millionen auf etwa 3,7 Millionen. Seit 2020 gibt es zwar leichte Anstiege, doch die Zahlen liegen im Durchschnitt bei etwa 3,6 Millionen Spenden jährlich, was immer noch niedriger ist als vor 2020. Diese Abnahme ist besorgniserregend, denn das Deutsche Rote Kreuz geht von einer täglichen Planungsgröße von rund 15.000 Spenden aus, wie das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) berichtet. Im Jahr 2022 wurden in Deutschland etwa 3,2 Millionen Erythrozytenkonzentrate und 484.000 Thrombozytenkonzentrate verbraucht, wobei rund 20 Prozent der Blutpräparate für Patienten mit Tumorerkrankungen verwendet wurden.

Umso dringlicher wird der Aufruf, mehr Menschen zur Blutspende zu motivieren. Die meisten Menschen sind sich nicht genug über die wichtige Rolle bewusst, die Blutspenden in der medizinischen Versorgung spielen. Darüber hinaus bestehen bei vielen Unsicherheiten bezüglich der Verträglichkeit, die potenzielle Spender von einer Spende abhalten können.

Die Zubereitung des Blutes

Nach der Blutspende wird das Vollblut in verschiedenen Komponenten aufgeteilt: Erythrozyten, Plasma, Thrombozyten und Leukozyten. Diese Bestandteile haben unterschiedliche medizinische Anwendungen, insbesondere in der Onkologie und bei schweren Blutverlusten. Rund 90 Prozent der beim DRK gesammelten Spenden sind Vollblutspenden, die für die Herstellung von Erythrozytenkonzentraten, Plasma oder Thrombozytenkonzentraten verwendet werden.

Besonders hervorzuheben ist, dass Plasma auch durch Plasmapheresespenden gewonnen wird, wobei das Blutplasma abgetrennt wird und die restlichen Bestandteile zurückgeführt werden. Im Jahr 2024 stammten etwa 74 Prozent des gewonnenen Plasmas in Deutschland aus solchen Apheresespenden. Plasma findet auch Verwendung für die industrielle Fraktionierung zur Herstellung von Immunglobulinen oder Gerinnungsfaktoren.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Blutspende eine Lebensrettende Maßnahme ist, die mehr Anerkennung und Unterstützung benötigt. Kessing appelliert eindringlich an die Bürger, sich aktiv für das Blutspenden einzusetzen und dadurch vielen kranken Menschen zu helfen. Jeder gesunde Erwachsene, der mindestens 50 Kilogramm wiegt, ist aufgerufen, Teil dieser wertvollen Gemeinschaft von Spendern zu werden.