Am vergangenen Wochenende füllte sich die Altstadt von Bietigheim-Bissingen anlässlich des traditionellen Apfelfests mit Leben. Am Stand der Obstgarage Munz, in unmittelbarer Nähe des Fräuleinsbrunnen, herrschte reges Treiben. Die Mitarbeiter des Familienbetriebs boten umfassende Beratungen zu verschiedenen Apfelsorten an und luden die Besucher zum Probieren ein. Unter den angebotenen Sorten befanden sich fruchtig-süße Varianten wie „Alexander Lucas“, süß-saftige Äpfel wie „Ladina“ und auch weniger bekannte Apfelsorten wie „Wellant“ und „Freiherr von Hallberg“.

Ein besonderes Augenmerk lag auf der Präsentation der Vielfalt der heimischen Apfelsorten, die über die gängigen Sorten hinausgeht. Besonders für Allergiker wurde die exotische Sorte „Santana“ hervorgehoben, die als besser verträglich gilt. Kunden mit Allergien waren oftmals vorsichtig und beobachteten mögliche Reaktionen auf die Probierangebote. Es ist bekannt, dass Apfel-Allergiker nicht auf Äpfel verzichten müssen, wenn sie die richtigen Sorten wählen, wie Öko-Test erläutert.

Die Vielfalt der Apfelsorten

Im Hinblick auf die Verträglichkeit von Äpfeln gibt es durchaus Unterschiede. Alte Apfelsorten mit hohem Polyphenol-Gehalt sind in der Regel besser für Allergiker geeignet. Empfohlen werden alte Sorten wie Alkmene, Gravensteiner und Roter Boskop. Ein weiterer Pluspunkt alter Apfelsorten ist ihr erhöhter Gehalt an Vitamin C und anderen Pflanzenstoffen. Diese enthalten wichtige Nährstoffe, die bei der Allergiebekämpfung helfen können, wie eine Pilotstudie der Berliner Charité zeigt. In dieser Studie konnte nachgewiesen werden, dass der regelmäßige Verzehr älterer Sorten die Beschwerden bei einer Apfelallergie mildern kann.

Im Supermarkt finden sich vielfach bekannt gewordene Sorten wie Gala, Jonagold und Golden Delicious. Diese neueren Züchtungen sind jedoch oft weniger geeignet aufgrund ihres geringeren Polyphenol-Gehalts. Viele Allergiker berichten, dass sie besonders sauere Äpfel besser vertragen.

Äpfel als Superfood

Die Apfelernte in Deutschland läuft momentan auf Hochtouren, und 2025 wird als hervorragendes Apfeljahr prognostiziert. Über eine Million Tonnen Äpfel werden voraussichtlich geerntet, was die Bedeutung dieser Frucht als das meistangebaute Obst in Deutschland unterstreicht. Äpfel sind nicht nur schmackhaft, sondern auch nahrhaft: Sie enthalten Vitamine, Ballaststoffe und Antioxidantien, die dem Körper zugutekommen. Es wird empfohlen, Äpfel mit Schale zu konsumieren, da viele wertvolle Nährstoffe dort enthalten sind, wie ZDF heute berichtet.

Die optimale Lagerung von Äpfeln ist entscheidend, damit ihr frischer Geschmack erhalten bleibt. Äpfel sollten in perforierten Kunststoffbeuteln im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt werden, da dies eine angemessene Luftzirkulation ermöglicht und die Frische der Früchte erhält. Wer frische Äpfel kauft, sollte sie in einem belüfteten und luftfeuchten Raum lagern, fernab von anderen Obstsorten, da Äpfel Ethylen abgeben, was die Reifung anderer Früchte beschleunigt.

Auf dem Apfelfest beteiligten sich zahlreiche Kunden aktiv, indem sie Äpfel und Apfelsaft kauften, der nicht nur pur genießbar ist, sondern auch hervorragend für die Zubereitung von Pudding oder als wärmendes Getränk mit Sahne und Zimt verwendet werden kann. So bleibt die Tradition des Apfels als beliebtem und vielseitigem Obst lebendig.