Am 3. Juli 2025 wird über die spezifischen Herausforderungen bei der Bekämpfung von Akkubranngeschehen informiert. Nach einem Akkubrand unterscheidet sich das Vorgehen signifikant von einem regulären Feuer. Während nach einem normalen Autobrand die Temperatur gemessen wird und der Prozess abgeschlossen ist, müssen Akkus nach der eigentlichen Löschung über einen längeren Zeitraum kaltgestellt werden, um ein erneutes Erhitzen zu verhindern. Dies geschieht auf einem speziellen Havarieplatz, da Akkus sich spontan erhitzen können, ein Phänomen, das als Thermal Runaway bekannt ist.

Ein Kurzschluss im Akku kann schnell zu einer dramatischen Überhitzung führen, wodurch umliegende Zellen geschädigt und chemische Reaktionen ausgelöst werden. Diese Reaktionen führen zu einer zusätzlichen Wärmeentwicklung und können letztlich zu einem Brand führen. Die Feuerwehr greift in solchen Situationen vor allem auf Wasser zurück, um die Flammen zu löschen. Bei kleineren Akku-Geräten können zudem Löschdecken oder Feuerlöscher zum Einsatz kommen.

Unterstützende Maßnahmen bei E-Auto-Bränden

Für die Bekämpfung von Bränden bei E-Autos wird der Abrollbehälter Hochvolt verwendet, um das Fahrzeug zu sichern. Dieser Container ist mit einer Seilwinde ausgestattet, die hilft, das betroffene Fahrzeug sicher zu platzieren. Zudem kann der Container mit Wasser geflutet werden, um eine Wiederentzündung zu verhindern. Vor dem Ablassen des Löschwassers wird es auf mögliche Kontaminationen, wie z.B. mit Flusssäure, untersucht, die bei der Zersetzung von Lithium-Ionen-Batterien entstehen kann. Das betroffene Auto bleibt für etwa vier Tage im Container, der in dieser Zeit nicht bewegt wird.

Der Abrollbehälter der Bietigheimer Feuerwehr wurde in den letzten vier Jahren überwiegend zu Übungszwecken eingesetzt. Feuerwehrkommandant Wallesch empfiehlt präventive Maßnahmen, um dem Brandrisiko entgegenzuwirken. Dazu gehört beispielsweise, Batteriespeicher nicht im Keller, sondern in der Garage zu platzieren.

Vorbeugende Brandschutzmaßnahmen

Weiterhin sollte darauf geachtet werden, dass Handys nicht auf brennbaren Materialien, wie Holz, geladen werden, sondern besser auf nicht brennbare Oberflächen, wie Fliesen. Bei einem E-Bike-Akku empfiehlt es sich, diesen auf einer nicht brennbaren Unterlage zu laden. Bei bereits bestehenden Risiken sollte das Gerät in einen verschließbaren, idealerweise luftdichten Raum gestellt und ein Rauchmelder installiert werden.

Wallesch betont jedoch, dass die Angst vor Akkubranngeschehen unbegründet ist. Es ist wichtig, die allgemeinen Richtlinien zur Nutzung und Handhabung von Lithium-Ionen-Batterien zu beachten, um die Sicherheit zu gewährleisten. Das Verständnis der Risiken, die mit Thermal Runaway verbunden sind, ist für die Industrie von entscheidender Bedeutung, insbesondere im Hinblick auf die Verwendung in Elektrofahrzeugen und Konsumgütern.Bietigheimer Zeitung berichtet, dass die korrekte Anwendung der Sicherheitsmaßnahmen entscheidend ist, um potenzielle Unfälle zu vermeiden.