Am 5. Februar 2026 fand die Hauptversammlung der NABU-Ortsgruppe Neckar-Enz im „Posthörnle“ in Kirchheim statt. Vorstand Jörg Altmann begrüßte die Teilnehmer und stellte die Beschlussfähigkeit der Versammlung fest. In einem Rückblick wurden die Aktivitäten der Ortsgruppe im vergangenen Jahr hervorgehoben, darunter vier gut besuchte naturkundliche Führungen und eine Exkursion in Zusammenarbeit mit dem Albverein Gemmrigheim.

Die NABU-Ortsgruppe führt monatliche Wasservogelzählungen von Oktober bis März durch und engagiert sich für Pflege- und Baumschnittmaßnahmen auf der Streuobstwiese in Ottmarsheim. Eine wichtige Aufgabe war auch die Reinigung der Nistkästen im Kirchheimer Gemeindewald. Die Versammlung diskutierte auch über Amphibienschutzmaßnahmen in der Region, nachdem Frühjahrs-Dürre die Überlebensrate junger Salamander beeinträchtigt hatte und die Erdkrötenwanderung zu Laichgewässern eingestellt werden musste.

Finanzielle Unterstützung und neues Jahresprogramm

Kassier Dieter Ley stellte den Kassenbestand vor, der von den Kassenprüfern als einwandfrei bestätigt wurde. Die Anwesenden beschlossen einstimmig die Entlastung der Vorstandschaft und stimmten einer finanziellen Unterstützung für die Greifvogelpflegestation in Bad Friedrichshall zu. Außerdem wurde ein Betrag für ein geplantes Schwalbenhaus in Besigheim reserviert.

Das Jahresprogramm für 2026 wurde verabschiedet und umfasst mehrere Veranstaltungen, die in der regionalen Presse veröffentlicht und auf Informationsständen ausgelegt werden. Die ersten Termine im Überblick:

  • 15. Februar, 08:30 Uhr: Vogelkundliche Führung am Neckar (Wasservögel und Wintergäste)
  • 28. Februar, 09:00 Uhr: Pflegeeinsatz auf der Streuobstwiese in Ottmarsheim
  • 19. April, 08:00 Uhr: Vogelkundliche Führung in Gemmrigheim
  • 01. Mai, 07:30 Uhr: Naturführung in Bönnigheim
  • 17. Mai, 07:30 Uhr: Vögel der Streuobstwiesen in Kirchheim
  • 18. Oktober, 09:00 Uhr: Streuobstwiesen und Wald in Besigheim
  • 19. November, 19:30 Uhr: Vortrag „Tiere der Heimat“ in Kirchheim

Die Teilnehmer sind aufgefordert, Ferngläser und festes Schuhwerk mitzubringen, da die Führungen kostenfrei angeboten werden, Spenden jedoch willkommen sind. Ein Hinweis auf den ersten Termin zur naturkundlichen Führung in Besigheim am kommenden Sonntag rundet die Informationen ab.

Schutz von Gewässern und Amphibien

Für den Erhalt der biologischen Vielfalt sind strukturreiche Gewässer mit naturnahen Ufern von entscheidender Bedeutung. Diese Lebensräume sind nicht nur für Amphibien, sondern auch für Wasservögel, Libellen und zahlreiche Pflanzen von zentraler Bedeutung. Die Pflege dieser Gewässer ist jedoch zunehmend herausfordernd, da viele Gewässer durch menschliche Eingriffe künstlich angelegt wurden oder in ihrer Existenz bedroht sind. Die moderne Landwirtschaft hat viele kleine Strukturen wie Hecken und Gräben beseitigt, was zu einem Rückgang der Artenvielfalt führt.

Die NABU Bonn betont, dass die Pflege und Neuanlage von Gewässern essentielle Aufgaben sind, die jedoch kostspielig und reglementiert sind. Dennoch bleibt der Erhalt und die Schaffung zahlreicher Lebensräume unabhängig von den Herausforderungen oberste Priorität für den Naturschutz in Deutschland. Weitere Informationen sind im Rahmen der nationalen Strategie zu finden, die auf den Seiten des Bundesumweltministeriums ausführlich erläutert wird.