Heute, am 3. Februar 2026, wurde in Besigheim ein musikalisches Ereignis gefeiert, das den Übergang ins Kirchenjahr mit einer besonderen Darbietung klassischer Musik inszenierte. Unter dem Motto „Siehe, ich mache alles neu“ wurde die Weihnachtszeit reflektiert, in der Gott Mensch geworden ist, und das Publikum wurde eingeladen, in das Wort Gottes und die Musik einzutauchen. Wie die Bietigheimer Zeitung berichtet, wurde Psalm 118 zitiert: „Das ist der Tag, den der Herr macht“. Diese Botschaft hat die gesamte Veranstaltung durchzogen.
Die musikalische Umsetzung wurde von dem Musikerneuerer Johann Sebastian Bach geprägt, dessen neue geistliche Lieder die Anwesenden in ihren Bann zogen. Tobias Horn war verantwortlich für das Konzept und stellte ein eigenes Ensemble, das Hippolytensemble, zusammen. Zu den herausragenden Interpreten gehörten Monika Wunder (Oboe) und Heike Bilger (Flöte), die die Darbietung anführten. Gunter Teuffel (Viola d’amore) und Sebastian Triebener (Barockcello) trugen zudem wesentlich zum Klangbild bei. Triebener sorgte für einen warmen, weichen Klangboden, während Teuffel Akzente in den frohen Momenten setzte. Den festlichen Klängen der Orgel verlieh Horn mit dem Basso continuo zusätzliche Tiefe.
Einblicke in Bachs Werk
Eine der Hauptkompositionen des Abends war Bachs kantabile „Christen ätzet diesen Tag“ (BWV 63), die eindrucksvoll von Carolyn Sampson (Sopran), Ingeborg Danz (Alt), Mark Padmore (Tenor) und Sebastian Noack (Bass) interpretiert wurde. Das Collegium Vocale Gent unter der Leitung von Philippe Herreweghe ergänzte die Darbietung, wie in einem Beitrag von MDR Klassik zu lesen ist.
Darüber hinaus wurden Werke von anderen Komponisten präsentiert, darunter die Motette „Resonet in laudibus“ von Johannes Eccard aus der Sammlung „Geistliche Lieder“, sowie „O Maria, quam pulchra es“, eine Motette für Singstimme und Basso continuo, die einen wunderbaren Kontrast zur mehrstimmigen Komplexität der Werke Bachs bildete.
Bachs geistliche Lieder
Bach selbst hat über 20 geistliche Lieder verfasst, die in der heutigen Zeit weiterhin relevant sind. Diese Lieder befassen sich mit Themen wie Trost, Leben und Hoffnung. Dazu gehören Titel wie „Liebster Herr Jesu! wo bleibst du so lange?“ und „Komm, süsser Tod!“ sowie „So wünsch‘ ich mir zu guterletzt“, die allesamt Teil des umfangreichen Schaffens Bachs sind, das in der Sammlung von IMSLP zu finden ist.
Insgesamt war das Ereignis nicht nur eine musikalische Feier, sondern auch eine spirituelle Reise, die das Publikum dazu anregte, über die bedeutenden Themen des Lebens und Glaubens nachzudenken. Die Kombination aus Bachs meisterlichen Kompositionen und der talentierten Ausführung der Musiker schuf ein unvergessliches Erlebnis, das die Herzen der Anwesenden berührte.