Am 8. März 2026 wird in Baden-Württemberg ein wichtiger Schritt in der politischen Mitbestimmung vollzogen: Die Landtagswahl findet in 70 Wahlkreisen statt, und erstmals dürfen auch Jugendliche ab 16 Jahren ihre Stimme abgeben, was auf die Wahlrechtsreform von 2022 zurückzuführen ist. Wahlberechtigt sind alle deutschen Staatsangehörigen, die seit mindestens drei Monaten ihren Hauptwohnsitz in Baden-Württemberg haben und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind. Für die Stimmabgabe vor Ort ist eine Wahlbenachrichtigung oder ein gültiger Ausweis erforderlich, während auch die Briefwahl eine Option darstellt.

Die Wahl ist besonders spannend, da Winfried Kretschmann, der langjährige Ministerpräsident, nicht erneut antreten wird und somit eine neue Person an die Spitze des Landes gewählt werden muss. Die Wahllokale sind am Wahlsonntag bis 18 Uhr geöffnet, und die ersten vorläufigen Ergebnisse werden ab etwa 22 Uhr erwartet. Im Wahlkreis Schwäbisch Hall, zu dem unter anderem die Städte Crailsheim, Gaildorf und Schwäbisch Hall gehören, können die Wähler zwei Stimmen abgeben: eine Erststimme für einen Kandidaten und eine Zweitstimme für eine Partei.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Kandidierenden und Parteien

Insgesamt bewerben sich 566 Personen von 18 Parteien sowie fünf Einzelbewerber:innen um ein Mandat. Im Vergleich zur Wahl 2021, bei der 21 Parteien mit 872 Wahlvorschlägen antraten, zeigt sich ein Rückgang in der Anzahl der Bewerber. Der Frauenanteil unter den Kandidierenden beträgt nun 30,92 Prozent, was eine Steigerung im Vergleich zu den 27 Prozent im Jahr 2021 darstellt. Aktuell sind 389 Männer, 175 Frauen und zwei Personen mit diverser Geschlechtsidentität im Rennen, was ein Zeichen für mehr Vielfalt in der politischen Landschaft ist.

Die fünf im Landtag vertretenen Parteien – Grüne, CDU, SPD, FDP und AfD – sind in allen 70 Wahlkreisen präsent, und auch Die Linke ist in jedem Wahlkreis vertreten. Die Landeswahlleiterin Cornelia Nesch hat eine vollständige Liste der Kandidierenden veröffentlicht, sodass Wähler sich im Vorfeld informieren können.

Ein neues Wahlsystem

Das neue Wahlsystem in Baden-Württemberg trennt zwischen der Personenwahl (Erststimme) und der Parteiwahl (Zweitstimme). Die Erststimme entscheidet darüber, welche Person den Wahlkreis im Landtag vertritt. Der Landtag hat eine Regelgröße von 120 Abgeordneten, und Parteien müssen mindestens 5 % der Zweitstimmen erreichen, um Sitze zu erhalten. Überhangmandate können entstehen, wenn eine Partei mehr Direktmandate gewinnt, als ihr nach Zweitstimmenergebnis zusteht. Dies sorgt für eine proportionale Abbildung des Wahlergebnisses und beeinflusst, welche politischen Kräfte Entscheidungen treffen.

Ein weiterer Aspekt des neuen Wahlrechts ist die Förderung der Mitbestimmung junger Menschen und die Erhöhung der Wahlfreiheit. Die Wahl hat weitreichende Konsequenzen, da der Landtag über zentrale politische Fragen wie Bildung, Klimaschutz und innere Sicherheit entscheiden wird. Das politische Klima vor der Wahl wird durch Umfragen und Prognosen beeinflusst, die Hinweise auf die Stimmung der Wählerschaft geben.

In Schwäbisch Hall wird die Landtagswahl 2026 also nicht nur eine Wahl, sondern auch eine Gelegenheit für mehr Bürgerbeteiligung und eine Chance für neue politische Strömungen. Wer am 8. März seine Stimme abgibt, trägt aktiv zur Zukunft des Landes bei – und das bereits ab 16 Jahren.

Für weitere Informationen zu den Kandidierenden und dem Wahlprozess können Sie die offizielle Webseite der Landeswahlleiterin besuchen: Wahlkreiskandidierende. Weitere Details zur Wahl finden Sie auch in unserem Artikel über die Landtagswahl in Baden-Württemberg 2026.