Betrunkener Autofahrer flüchtet nach Unfall – Lizenz entzogen!
Ein betrunkener 63-Jähriger verursachte einen Unfall in Lubmin und floh vom Tatort. Er wurde später mit 3,18 Promille gestoppt.

Betrunkener Autofahrer flüchtet nach Unfall – Lizenz entzogen!
Am Mittwochnachmittag ereignete sich in Lubmin ein ungewöhnlicher Vorfall, als ein 63-jähriger Mann einen Unfall verursachte, nachdem er alkoholisiert mit seinem Ford einen anderen Pkw beim Parken touchierte. Der Vorfall geschah auf dem Parkplatz eines Discounters in der Wusterhusener Straße, wo der entstandene Sachschaden auf etwa 200 Euro geschätzt wird. Anstatt sich um die Schäden zu kümmern, entfernte sich der Fahrer jedoch unerlaubt vom Unfallort. Dies schildert Tixio.
Die Polizei ließ sich nicht lange bitten und setzte eine Fahndung ein, die dazu führte, dass der flüchtige Fahrer in Pritzwald gestoppt und einer Verkehrskontrolle unterzogen wurde. Während der Kontrolle deuteten Hinweise darauf hin, dass der Mann unter dem Einfluss von Alkohol stand. Ein Atemalkoholtest bestätigte dies mit einer alarmierenden Konzentration von 3,18 Promille. Als Konsequenz sieht sich der 63-Jährige nun einer Anzeige wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort sowie Trunkenheit im Verkehr gegenüber. Sein Führerschein wurde umgehend beschlagnahmt.
Rechtliche Folgen und Fahruntüchtigkeit
Gemäß anwalt.de ist die Strafbarkeit des „besoffenen Autofahrens“ im deutschen Gesetz unter § 315c StGB geregelt. Dieser Passus behandelt die konkrete Gefährdung im Straßenverkehr und sieht je nach Schwere des Verstoßes Strafen bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafen vor. In diesem Fall wurden gleich mehrere Tatbestandsmerkmale erfüllt, da durch das Fahren in einem Zustand der absoluten Fahruntüchtigkeit (ab 1,1 Promille) eine konkrete Gefährdung für andere Verkehrsteilnehmer gegeben war.
Die absolute Fahruntüchtigkeit tritt bereits ab 1,1 Promille ein, während das Fahren unter Einfluss von Alkohol bei geringeren Werten ebenfalls rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann, insbesondere, wenn alkoholbedingte Ausfallerscheinungen hinzukommen. Der Vorfall in Lubmin könnte daher nicht nur zivilrechtliche Folgen haben, sondern auch strafrechtliche, abhängig von der Schwere des Verstoßes und der vorherigen Verkehrshistorie des Fahrers.
Verhalten am Unfallort und rechtliche Schritte
Für den Betroffenen ist es wichtig, am Unfallort Ruhe zu bewahren, sein Schweigerecht zu nutzen und die Personalien anzugeben. Zeugen und Beweise sollten dokumentiert werden, um im Nachhinein keine Nachteile zu erfahren. Bei Verdacht auf Trunkenheit kann die Polizei die Fahrerlaubnis vorläufig entziehen, was in diesem Fall offensichtlich geschehen ist. Der Fahrer hat das Recht, gegen die vorläufige Entziehung seines Führerscheins Beschwerde einzulegen.
Die rechtlichen Vorgänge im Nachgang werden vermutlich durch die Staatsanwaltschaft initiiert, die über eine Anklage oder einen Strafbefehl entscheidet. Das Verhalten des Fahrers wird dabei in einem umfassenden rechtlichen Rahmen betrachtet, der sowohl seine Reaktionsfähigkeit als auch die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer berücksichtigt.