Am Freitagabend, dem 9. Januar, kam es im Foyer des Cinemaxx-Kinos in Heilbronn zu einem besorgniserregenden Vorfall, bei dem rund 20 Menschen über Atemwegsreizungen klagten. Gegen 21 Uhr wurden Feuerwehr und Rettungskräfte alarmiert, die mit einem Großaufgebot vor Ort eintrafen. Die Polizei vermutet, dass mutmaßlich Reizgas in den Räumen versprüht wurde, was zu akuten Beschwerden führte. Vier Personen erlitten leichte Verletzungen, darunter zwei mit akutem Schwindel.
Die medizinische Betreuung der Verletzten wurde umgehend sichergestellt. Neben den vier leicht Verletzten erhielten weitere Betroffene vor Ort Hilfe. Die genauen Ursachen der Atemwegsreizungen sind noch unklar, insbesondere wurde ein technischer Defekt von den Einsatzkräften ausgeschlossen. Überraschenderweise konnte der Reizstoff beim Eintreffen der Einsatzkräfte nicht mehr nachgewiesen werden.
Ermittlungen gegen Unbekannt
Die Polizei hat Ermittlungen eingeleitet und eine Anzeige gegen Unbekannt wegen des Verdachts der Körperverletzung aufgenommen. Eine direkte Verbindung zu einem möglichen Täter bleibt unklar, was die Situation besonders alarmierend macht. Der Vorfall wirft Fragen über die Sicherheit in öffentlichen Räumen auf, insbesondere in stark frequentierten Einrichtungen wie Kinos.
Risiken durch Reizgas
Experten warnen vor den Gefahren, die von Reizgasen ausgehen. Laut den MSD-Manuals können diese Gase Entzündungsreaktionen in der Atemwegsschleimhaut hervorrufen und Symptome wie tränende Augen, Husten und Kurzatmigkeit verursachen. Die Schwere der Symptome hängt von der Art des Gases sowie von der Einatmetiefe und -dauer ab.
Bei der Inhalation von Reizgasen sind schnelle medizinische Maßnahmen wichtig. Die Behandlung kann je nach Exposition variieren und umfasst in der Regel Sauerstoff sowie Medikamente zur Linderung von Entzündungen. Die Prognose der Betroffenen hängt von der Schwere der Exposition ab. Während viele vollständig genesen, können einige dennoch anhaltende Lungenschäden erleiden.
Obwohl der Vorfall im Cinemaxx Kinos einige Verletzungen zur Folge hatte, bleibt die genaue Ursache für das versprühte Reizgas offen. Die verantwortlichen Behörden arbeiten intensiv an der Aufklärung und hoffen auf weitere Hinweise aus der Bevölkerung.
Für weiterführende Informationen können die Berichte auf SWR und Stimme eingesehen werden.