Am 7. Februar 2026 findet in Talheim im Kreis Heilbronn ein Faschingsumzug statt, bei dem die Polizei erstmals Drohnen zur Sicherheitsüberwachung einsetzen wird. Dies ist ein innovativer Schritt, der darauf abzielt, einen besseren Überblick über die große Menschenmenge zu erhalten. Laut SWR bietet der Einsatz der Drohnen den Vorteil, dass sie flexibler einsetzbar sind und eine größere Reichweite haben. Die Überwachung durch Drohnen erfordert zudem weniger Personalaufwand im Vergleich zu traditionellen Bodenkräften.

Die geplanten Drohneneinsätze haben keinen spezifischen Hintergrund oder eine bekannte Gefahrenlage, allerdings sollen sie bei größeren Veranstaltungen regelmäßig eingesetzt werden. Mit der Nutzung der Drohnen kann die Polizei Aufnahmen machen, die zur Rekonstruktion von Vorfällen genutzt werden können.

Datenschutz und rechtliche Grundlagen

Ein wichtiger Aspekt ist die Ankündigungspflicht für Drohneneinsätze, die aus Datenschutzgründen eingeführt wurde. Wie SWR berichtet, wurden die gesetzlichen Regelungen im Datenschutzgesetz in Baden-Württemberg gelockert. Zukünftig wird die Videoüberwachung im öffentlichen Raum erlaubt sein, wenn sie öffentlichen Aufgaben dient oder im Rahmen des Hausrechts erfolgt. Zudem wurde die maximalen Speicherfrist für Videoaufnahmen um bis zu zwei Monate verlängert.

Eine Diskussion über neue Regelungen im Polizei- und Ordnungsbehördengesetz ist derzeit im Landtag von Niedersachsen im Gange. Innenministerin Daniela Behrens (SPD) bezeichnet das neue Gesetz als „das modernste Polizeigesetz in Deutschland“. Innerhalb dieses Gesetzentwurfs sind auch neue Regelungen zur Drohnendetektion und –abwehr vorgesehen. Laut NDR sollen Polizeikräfte in der Lage sein, unberechtigt fliegende Drohnen über kritischer Infrastruktur abzuwehren.

Nationale Strategien zur Drohnenabwehr

Im Rahmen dieser Entwicklungen plant die Bundesregierung, besser gegen Drohnensichtungen vorzugehen. Die Erstellung einer Drohnenabwehreinheit innerhalb der Bundespolizei sowie die Inbetriebnahme eines Drohnenabwehrzentrums werden noch in diesem Jahr erwartet, wie Tagesschau berichtet. Diese Maßnahmen beinhalten auch erweiterte Befugnisse für die Bundespolizei, die es ermöglichen, Drohnen abzuwehren oder sogar abzuschießen, wenn andere Maßnahmen nicht ausreichen.

Die Sicherheit durch die neuen Drohnentechnologien wird durch die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Behörden gestärkt. Immerhin müssen die Entwicklungen durch den Bundestag und den Bundesrat genehmigt werden, um einen rechtlichen Rahmen für die erweiterten Befugnisse der Bundespolizei zu schaffen.

Insgesamt zeigt der Einsatz von Drohnen in Talheim und die geplanten Maßnahmen auf nationaler Ebene, wie unterschiedlich und vielschichtig die Herausforderungen in der Luftüberwachung sind. Während lokale Polizeibehörden damit beginnen, Drohnen für Sicherheitszwecke einzusetzen, bemüht sich die Bundesregierung um einen strukturierten und rechtssicheren Rahmen zur effektiven Nutzung und Abwehr von Drohnen im gesamten Land.