Die Faschingszeit steht vor der Tür und mit ihr zahlreiche Feierlichkeiten in der Region Heilbronn-Franken, insbesondere in Orten wie Talheim. Dies zieht nicht nur fröhliche Menschen, sondern auch ein erhöhtes Risiko für alkoholbedingte Verkehrsunfälle nach sich. Das Polizeipräsidium Heilbronn warnte eindringlich vor alkoholisierten Fahrten und nahm bereits am vergangenen Wochenende drei betrunkene Fahrer in Öhringen (Hohenlohekreis) fest. Unter ihnen war ein 19-Jähriger mit 1,2 Promille sowie zwei weitere junge Männer auf E-Scootern, die jeweils mindestens einen Promille wiesen.
Während laut einer Umfrage der SWR viele Freunde im Voraus abklären, wer fährt und wer trinkt, bleibt die Frage, warum die Zahl der Trunkenheitsfahrten in Heilbronn-Franken weiter steigt. Die Polizei berichtet von einer unklaren Häufung, ohne erkennbaren Trend bei den Altersgruppen.

Ratschläge für sicheres Feiern

Die Polizei rät den Feiernden eindringlich, bei Alkoholgenuss auf das Fahren zu verzichten, da Alkohol zu verlangsamten Reaktionen und einem Verlust des Realitätsbewusstseins führen kann. Für eine sichere Heimkehr empfiehlt es sich, Bus- oder Zugverbindungen frühzeitig abzuklären und Fahrgemeinschaften mit einem nüchternen Fahrer zu bilden. Auch spontane Heimfahrten mit dem eigenen Auto sollten vermieden werden. Wer ein sperriges Kostüm wählt, sollte zusätzlich auf die eigene Sicht und Beweglichkeit achten, um sicher zu bleiben.

Besondere Achtsamkeit ist während der Feiern auch in Bezug auf persönliche Sicherheit geboten. Die Polizei empfiehlt, immer in Gruppen auszugehen, die eigenen Getränke im Blick zu behalten und sich gegen Belästigungen zu wehren. Im akuten Bedrohungsfall sollte sofort die Polizei unter der Nummer 110 informiert werden. Diese Tipps betonen die Bedeutung der Proaktivität im Umgang mit sowohl Alkohol als auch potentiellen Gefahren bei den Festlichkeiten, die über die Faschingszeit hinausgehen. Wer alkoholisiert ist, darf nicht am Steuer sitzen, und alle Beteiligten sollten entsprechend sensibilisiert werden. Ein klarer Verstoß gegen diese Regelungen kann bereits ab 0,3 Promille zu Bußgeldern führen, während bei 1,1 Promille eine absolute Fahruntauglichkeit festgestellt wird.

Ein ernstes Problem

Obwohl in Heilbronn im Februar des letzten Jahres der Tiefstwert an Trunkenheitsfahrten verzeichnet wurde, stellt sich die Frage, ob dies eine dauerhafte Verbesserung oder vielmehr ein temporäres Phänomen ist. In einem weiter gefassten Kontext weist der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) darauf hin, dass die Unfallrisiken durch Alkohol am Steuer erheblich sind. Ab 0,5 Promille kann das Unfallrisiko auf das Doppelte steigen. Im Vorjahr gab es in Kärnten mehr alkoholbedingte Verkehrsunfälle als in den Jahren vor der Corona-Pandemie. Diese alarmierenden Zahlen belegen, dass Alkohol am Steuer nach wie vor ein großes Problem darstellt.

Für die aktuelle Faschingszeit wird von den örtlichen Behörden keine verstärkte Kontrolle angekündigt. Dennoch bleibt die Einladung an alle Feiernden, verantwortungsvoll zu handeln und die zahlreichen verfügbaren Alternativen für eine sichere Rückkehr zu nutzen. Auf diese Weise können alle das Faschingserlebnis in vollen Zügen genießen, ohne sich oder andere in Gefahr zu bringen. Die Botschaft ist klar: Alkohol und Autofahren gehören nicht zusammen.

Um den Herausforderungen in der Faschingszeit zu begegnen, ist gemeinsames Handeln gefordert. Jeder sollte seinen Teil dazu beitragen, diese Feierlichkeiten sicher zu gestalten und sich gegenseitig zu unterstützen. Durch koordiniertes Verhalten kann nicht nur das eigene Wohl, sondern auch die Sicherheit anderer gewährleistet werden.