In der beschaulichen Stadt Uhingen steht ein bedeutendes Ereignis bevor: Am 24. Februar 2026 findet im Uditorium Uhingen eine Veranstaltung unter dem Titel „Welt im Umbruch: Sicherheit und Ordnung neu denken“ statt. Von 18:30 bis 20:00 Uhr wird Wolfgang Ischinger, der Vorsitzende der renommierten Münchner Sicherheitskonferenz, als Gastredner auftreten. Die Einladung zu dieser Veranstaltung erfolgt durch die Landtagsabgeordnete Sarah Schweizer (CDU). Ischinger wird dabei aktuelle geopolitische Herausforderungen sowie die veränderte internationale Sicherheitsarchitektur beleuchten.
Die Veranstaltung verspricht spannende Einblicke in die jüngsten Diskussionen und Entwicklungen der Münchner Sicherheitskonferenz. Dabei werden sicherheitspolitische Weichenstellungen, die Positionierung transatlantischer Partner und die Rolle Deutschlands in einer zunehmend multipolaren Weltordnung thematisiert. Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist nicht erforderlich, was die Teilnahme erleichtert und möglicherweise ein breites Publikum anzieht.
Geopolitische Herausforderungen im Fokus
Die Münchner Sicherheitskonferenz hat sich in den letzten Jahren als zentrales Forum für den Dialog über internationale Sicherheit etabliert. Bei der diesjährigen Konferenz, die am 13. Februar 2026 ihren Auftakt hatte, warnte Ischinger vor einer „historischen Ballung blutiger Krisen“. Er betonte, dass Europa mehr Verantwortung übernehmen und Deutschland eine Führungsrolle einnehmen müsse. Ischinger erinnerte an keine vergleichbare Situation mit so vielen blutigen Krisen in den letzten 20 Jahren, wobei der Fokus auf der Ukraine lag.
Während der Konferenz wurde auch der Ewald-von-Kleist-Preis an das ukrainische Volk vergeben. Die Forderung nach stärkerem europäischen Engagement zur Unterstützung der Ukraine steht im Mittelpunkt, insbesondere angesichts der stockenden US-Unterstützung. Deutschland hat sich in diesem Kontext als wichtigster Lieferant militärischer und finanzieller Unterstützung für die Ukraine positioniert, was die Mahnung zu mehr Geschlossenheit innerhalb der EU unterstreicht.
Münchener Sicherheitskonferenz: Ein Blick auf die Teilnehmer
Die Münchener Sicherheitskonferenz 2026 zieht über 1.000 Teilnehmende aus mehr als 115 Ländern an. Dazu gehören rund 60 Staats- und Regierungschefs sowie Führungspersönlichkeiten internationaler Organisationen. Auch die Teilnahme von Bundeskanzler Merz und weiteren Kabinettsmitgliedern zeigt die hohe politische Relevanz der Veranstaltung. Die Konferenz hat sich seit ihrer ersten Durchführung im Jahr 1963 von einer kleinen Gruppe zu einer großen internationalen Veranstaltung entwickelt.
Zentrale Themen der diesjährigen Konferenz sind die Friedensbemühungen im Kontext des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, die Stärkung der NATO und die Zukunft der internationalen Ordnung. In mehr als 270 Side Events diskutieren führende internationale Think Tanks über Verteidigung, Bedrohungen durch Russland, Geoökonomie und Schlüsseltechnologien, was die Vielzahl der Perspektiven und Lösungsansätze verdeutlicht.
Die Veranstaltung in Uhingen bietet somit nicht nur eine Plattform für lokalpolitische Diskussionen, sondern ist auch Teil eines größeren, internationalen Dialogs über Sicherheit und Ordnung in einer sich schnell verändernden Welt. Wer sich für die aktuellen geopolitischen Herausforderungen interessiert, sollte sich diesen Termin nicht entgehen lassen. Weitere Informationen sind unter diesem Link zu finden.