In Uhingen wird dem Klimaschutz eine bedeutende Rolle beigemessen. Diese Gemeinde hat beeindruckende Fortschritte in ihrem Bestreben gemacht, den CO₂-Ausstoß bis zum Jahr 2025 um 15% im Vergleich zu 2015 zu senken. Wie filstalexpress.de berichtet, wurde dieses Ziel bereits übertroffen, was auf effektive Maßnahmen und eine engagierte Klimaschutzmanagerin, Pia Drahn, zurückzuführen ist. Die Stadtverwaltung unterstützt ihre Arbeit, während die Finanzierung der Stelle durch das Landesprogramm „Klimaschutz-Plus“ gesichert ist.
Die Kommune hat kontinuierliche Anstrengungen unternommen, um verschiedene Bereiche des Energieverbrauchs zu optimieren. Monatliche Analysen der Verbrauchsdaten städtischer Liegenschaften ermöglichen die Identifikation von Auffälligkeiten. Zudem wird seit 2011 ein Energiemonitoring durchgeführt, wobei ein externes Ingenieurbüro jährlich einen Energiebericht erstellt. 38 städtische Liegenschaften werden regelmäßig auf ihren Strom-, Wärme- und Wasserverbrauch überwacht.
Maßnahmen zur Emissionsreduzierung
Zu den zentralen Maßnahmen zählen die Optimierung der Heizungsanlagen, energetische Sanierungen sowie der Umstieg auf erneuerbare Wärmequellen. Die Stadt fördert zudem die Nutzung von Recyclingpapier und setzt auf Digitalisierung, um den Papierverbrauch zu minimieren. Um die Bürger zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu animieren, wurden ein Jobticket und ein Jobrad eingeführt. Auch die Installation von 16 Photovoltaikanlagen auf städtischen Dächern unterstützt das Ziel der Nachhaltigkeit, wobei eine weitere Anlage in Planung ist.
Die kommunale Wärmeplanung spielt eine zentrale Rolle in der Analyse der Heizsituation und der Entwicklung klimafreundlicher Strategien. Maßnahmen zur Hitzeeindämmung, wie Sonnenschutzfolien und Temperaturmessungen, sind ebenfalls Teil des umfangreichen Maßnahmenkatalogs. Um den Individualverkehr zu reduzieren, der ULi-Bus ist seit 2008 aktiv und bietet Fahrten für nur 1,50 Euro an. Informationen über die Klimaschutzmaßnahmen werden unter anderem bei einer Informationsveranstaltung am 7. Februar bereitgestellt.
Die Rolle der Kommunen im Klimaschutz
Wie umweltbundesamt.de feststellt, spielen Kommunen eine entscheidende Rolle im Klimaschutz. Sie stehen in direktem Kontakt mit Bürgern, der lokalen Wirtschaft sowie sozialen und kulturellen Einrichtungen. Der Zugang zur gebauten Infrastruktur ermöglicht es den Kommunen, maßgeblich an der Minderung von Treibhausgasemissionen zu arbeiten. Neben den finanziellen Herausforderungen aufgrund gesetzlicher Rahmenbedingungen müssen sie auch zahlreiche konkurrierende Interessen abwägen, um Treibhausgasneutralität zu erreichen.
Die bundesdeutschen Ziele sehen eine Treibhausgasneutralität bis 2045 vor. Hierbei sind ambitionierte Klimaschutzaktivitäten auf vielen Ebenen erforderlich, wie klimaschutz.de betont. Studien zeigen, dass durch gut geplante kommunale Maßnahmen rund 100 Millionen Tonnen an Treibhausgasemissionen eingespart werden können. Auf kommunaler Ebene haben Maßnahmen einen direkten Einfluss auf die städtische Infrastruktur und die Lebensqualität der Bürger. Dieser Einfluss variiert jedoch je nach Rolle der Kommune, sei es als Verbraucherin, Versorgerin oder Planerin.
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Uhingen durch seine vielfältigen und gezielten Klimaschutzmaßnahmen nicht nur lokale, sondern auch einen bedeutenden Beitrag zum übergeordneten Klimaschutz in Deutschland leistet.