Gewässerschau am Kocher: Experten prüfen Fluss und Anwohner-Sicherheit!

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Am 2.01.2026 kontrolliert eine Expertengruppe die Gewässer am Kocher, um Hochwasserschutz und ökologische Sicherheit zu gewährleisten.

Am 2.01.2026 kontrolliert eine Expertengruppe die Gewässer am Kocher, um Hochwasserschutz und ökologische Sicherheit zu gewährleisten.
Am 2.01.2026 kontrolliert eine Expertengruppe die Gewässer am Kocher, um Hochwasserschutz und ökologische Sicherheit zu gewährleisten.

Gewässerschau am Kocher: Experten prüfen Fluss und Anwohner-Sicherheit!

Am 2. Januar 2026 fand eine umfassende Gewässerschau am Kocher statt, die sich von Hüttlingen bis Gaildorf erstreckte. Eine Expertengruppe hatte die Aufgabe, sowohl den Flusslauf als auch die umliegenden Bereiche sorgfältig zu kontrollieren. Schwerpunkt der Begutachtung war die Sicherheit der Anwohner in den Talauen sowie die ökologischen Aspekte des Gewässers. Diese regelmäßige Kontrolle erfolgt alle fünf Jahre und ist gesetzlich vorgeschrieben, um sicherzustellen, dass die wasserrechtlichen Anforderungen eingehalten werden. Laut den Bestimmungen müssen Gewässer regelmäßig auf ihre Hochwasserschutzfunktion und ihre ökologischen Werte überprüft werden, wie das Ministerium für Umwelt betont (Pudi).

Die Prüfungen sind besonders wichtig, da Hochwasser durch Treibgut wie Holz, Kompost und andere Ablagerungen gefährlich werden kann. Die Kontrollen konzentrierten sich deshalb auch auf die Einhaltung strenger Regeln für die Gewässerrandstreifen: Innerorts sind es 5 Meter und außerorts 10 Meter. Diese Vorschriften sollen sicherstellen, dass keine gefährlichen Ablagerungen wie Brennholz oder Altreifen in den Uferbereichen der Gewässer zu finden sind. Grundstückseigentümer, die gegen diese Vorschriften verstoßen, erhalten eine „Rote Karte“ und sind verpflichtet, die Missstände zu beseitigen. Sollte dies nicht innerhalb einer „angemessenen Frist“ geschehen, können die zuständigen Behörden, wie das Landratsamt, Anordnungen erlassen und Bußgelder verhängen (Schwäbische Post).

Kontrollierte Bereiche und häufige Missstände

Die Kontrolleure identifizierten auch mehrere Uferabbrüche und alte bauliche Anlagen, die möglicherweise zurückgebaut werden müssen. Zu den häufigsten Missständen zählten Grillstellen, Zäune sowie unerlaubte Ablagerungen in den Gewässerrandstreifen. Der Zweck der Gewässerschau ist es, rechtzeitig auf solche Mängel hinzuweisen und deren Beseitigung zu fordern, um zukünftige Schadensfälle zu vermeiden.

Die Verantwortung für die Unterhaltung der Gewässer liegt bei den Trägern gemäß § 32 Abs. 6 des Wasserhaushaltsgesetzes (WG). Diese Regelung stellt sicher, dass Gewässer alle fünf Jahre besichtigt werden und dass die ökologischen Anforderungen an die Gewässerstruktur vom zuständigen Träger erfüllt werden. Die Aufgabe der Gewässerschau wird in einem Leitfaden näher erläutert, der praxisnahe Hinweise zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung liefert.

Um den Wasser- und Hochwasserschutz in Deutschland weiter zu stärken, ist es entscheidend, dass solche Kontrollen regelmäßig durchgeführt und die festgestellten Missstände umgehend behoben werden. Weiterführende Informationen zur Gewässerschutzpolitik finden Interessierte auf der Webseite des Bundesumweltministeriums (Bundesumweltministerium).