Heute ist der 13.02.2026 und die Freude in Böhmenkirch ist groß. Philipp Raimund, der gebürtig aus Göppingen stammt, hat bei den Olympischen Winterspielen in Predazzo, Italien, Gold im Skispringen von der Normalschanze gewonnen. Mit Sprüngen von 102,0 und 106,5 Metern setzte er sich an die Spitze des Wettbewerbs und sicherte sich damit seinen ersten Sieg in seiner Karriere. Dies ist besonders bemerkenswert, da er vor diesem Sieg noch keinen Weltcup-Sieg vorzuweisen hatte, aber in der laufenden Saison bereits fünf Podestplätze erreicht hatte. Der Silbermedaille ging an Kacper Tomasiak aus Polen, während die Bronze an die punktgleichen Gregor Deschwanden aus der Schweiz und Ren Nikaido aus Japan vergeben wurde.
Philipps Großmutter, Margarete Raimund, konnte aufgrund einer Erkältung nicht persönlich anfeuern, war jedoch mit Nachbarn und Sekt bei sich zu Hause in Böhmenkirch und verfolgte den spannenden Wettkampf am Fernseher. Sie beschrieb den Wettkampf als aufregend und teilte ihre Freude über den Sieg mit ihrer Familie. Zu den Feierlichkeiten im Kreise der Familie gehörten auch seine Brüder Fabian und Joel sowie seine Mutter Katrin, die alle in Predazzo anwesend waren. Vater Christian war als Coach für die Schweizer Skispringerinnen in Seefeld aktiv, während Schwester Sina wegen Prüfungen nicht teilnehmen konnte.
Ein historischer Moment für das Skispringen in Deutschland
Philipp Raimund ist der fünfte deutsche Skispringer, der bei Olympischen Spielen Einzel-Gold gewinnt. Dies ist die erste Goldmedaille für deutsche Skispringer bei Olympischen Winterspielen seit Andreas Wellinger im Jahr 2018. Richard Baur, die Trainerlegende des Ski-Clubs Degenfeld, lobte Raimunds Leistung und erinnerte sich an dessen Anfänge im Skispringen. Der Ski-Club Degenfeld, der zurzeit rund 50 Kinder und Jugendliche im Skispringen ausbildet, hat mit diesem Erfolg einen großen Grund zur Freude.
Vor dem ersten Sprung hatte Philipp Nervosität verspürt, doch nach seinem triumphalen Sieg äußerte er Stolz über seine Olympiamedaille. Ein Fest zur Feier seines Erfolges ist für den kommenden Sommer in Böhmenkirch geplant, um diesen denkwürdigen Moment gebührend zu würdigen. Das Team Deutschland hat mit dieser Leistung seine zweite Goldmedaille bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo gewonnen und zeigt, dass es im Skispringen wieder auf der großen Bühne glänzen kann.
Ein Blick auf die Geschichte des Skispringens
Die Geschichte des Skispringens bei Olympischen Spielen reicht weit zurück. Seit den ersten Winterspielen 1924 haben Athleten aus verschiedenen Ländern um Medaillen gekämpft. Philipp Raimunds Sieg reiht sich in eine lange Liste von herausragenden Leistungen ein, die das Skispringen geprägt haben. Die Medaillengewinner im Skispringen sind ein Spiegelbild der sportlichen Entwicklung und des Wettbewerbs in dieser Disziplin. Für Deutschland ist Raimunds Gold ein bedeutender Schritt auf dem Weg zurück zu den Erfolgen in diesem faszinierenden Sport.
Insgesamt zeigt Philipp Raimunds Goldmedaille, dass sich harte Arbeit, Talent und der unbändige Wille, zu gewinnen, auszahlen können. Es bleibt abzuwarten, welche weiteren Erfolge die Zukunft für ihn bereithält. Weitere Wettkämpfe stehen an, und das deutsche Mixed-Team, zu dem auch Felix Hoffmann, Selina Freitag und Agnes Reisch gehören, wird in naher Zukunft auf die Schanze zurückkehren.
Für weitere Informationen über Philipp Raimund und seinen Sieg bei den Olympischen Spielen, besuchen Sie die Schwäbische Post oder lesen Sie die Berichterstattung auf Tagesschau.