In einem überraschenden Schritt hat Simon Weiberle am Montag sein Traineramt bei den Handballern des TSV Bönnigheim niedergelegt. Gemeinsam mit Julian Weresch zogen sie die Reißleine, da sie keinen Impuls mehr für ihre Mannschaft sehen konnten. Diese Entscheidung wurde in Abstimmung mit dem Abteilungsleiter Christof Weis getroffen, der betonte, dass die Mannschaft in einer kritischen Situation agiert und man noch keinen klaren Plan für die Zukunft habe. Unter Weiberle und Weresch gelang dem TSV Bönnigheim in den letzten drei Jahren der Aufstieg in die Oberliga, nachdem sie zuvor den Meistertitel in der Verbandsliga erreicht hatten.
Für das kommende Derby gegen den TSV Flein am Samstag um 20 Uhr wird die Trainingsleitung interimistisch von Philipp Dröse, Trainer der zweiten Mannschaft, und Lucas Vogelmann, dem sportlichen Leiter, übernommen. Die Mannschafte steht nun unter Druck, denn die Spieler sind gefordert, die Verantwortung selbst zu übernehmen. Weis äußerte, dass eine externe Lösung für einen neuen Trainer reizvoll sei, aber aktuell kein geeigneter Kandidat zur Verfügung steht. Zudem belasten finanzielle Aspekte die Suche nach einer dauerhaften Lösung.
Kritische Ausgangslage
Aktuell hat der TSV Bönnigheim in der laufenden Saison lediglich drei Siege und zwei Unentschieden aus 15 Spielen erzielt. Diese Bilanz lässt den Fokus auf das bevorstehende Derby gegen den TSV Flein steigen. Dieser hat seit dem Jahreswechsel keinen Punkt mehr gewinnen können und verlor zuletzt gegen die SG Schozach-Bottwartal. Der Fleiner Trainer Daniel Heidecker fordert von seiner Mannschaft mehr Konzentration in der Chancenverwertung und eine bessere Abwehrbereitschaft, da weitere Niederlagen die Chancen auf einen Platz im oberen Tabellendrittel gefährden würden.
Die anstehende Partie wird mit Spannung erwartet, da Derbys oft für zusätzliche Motivation und gute Stimmung auf Seiten der Fans sorgen. Um die Unterstützung ihrer Anhänger zu fördern, setzt der TSV Bönnigheim in der Rückrunde Fanbusse für die Auswärtsfahrten der Frauen- und Männermannschaft ein. Die nächsten Spieltermine mit Fanbusfahrten sind für die kommenden Wochen geplant, darunter ein Spiel der Männer 1 bei SG Lauterstein.
Sportpsychologie und Trainerausbildung
In einem breiteren Kontext spielt die sportpsychologische Ausbildung eine zunehmend wichtige Rolle für Trainer. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat erkannt, dass sportpsychologische Kompetenzen entscheidend für die Leistung von Athleten sind. Daher fördert er die Integration dieser Aspekte in die Trainerausbildung. Trainer lernen, wie sie sportpsychologische Methoden nutzen können, um ihre eigene Leistungsfähigkeit sowie die ihrer Spieler zu steigern. Dabei wird auch die Bedeutung von Selbstreflexion betont, um als Führungskraft effektiv agieren zu können.
Der Bereich Sportpsychologie zeigt großes Potenzial und ist für die Trainer von Bedeutung, um Techniken, Taktiken und Athletik im modernen Sport zu ergänzen. Die Herausforderungen und Geldknappheit, die oft die Zusammenarbeit zwischen Vereinen und sportpsychologischen Experten erschweren, gelten auch für die Trainer des TSV Bönnigheim in ihrer jetzigen Situation. Sie stehen jetzt gleichsam vor der Herausforderung, die Mannschaft in einer kritischen Phase durch diese schwere Zeit zu führen.