In der malerischen Kulisse des Schlosses Filseck findet am 28. Februar und 1. März 2026 ein ganz besonderes Ereignis statt: der Ostereiermarkt. Diese Veranstaltung ist nicht nur ein Highlight für Familien, sondern auch ein Fest der Kunst und Tradition. Die Eier, die seit jeher Fruchtbarkeit und Lebensfreude symbolisieren, dürfen in der christlichen Tradition erst zu Ostern verzehrt werden, nachdem sie während der Fastenzeit tabu waren. Seit etwa 50 Jahren erfreuen sich Ostereier als Kunst- und Sammelobjekte großer Beliebtheit.
Auf dem Markt präsentieren zehn Aussteller kunstvoll verzierte Eier, darunter bemalte, geklöppelte, und gravierte Exemplare. Zu sehen sind Hühnereier, Straußeneier, Taubeneier und Wachteleier – eine wahre Augenweide für alle Besucher. Aber nicht nur die Eier stehen im Mittelpunkt; auch weitere Kunsthandwerker zeigen ihre Werke. Dazu gehören gedrechselte Osterhäschen, Holzschalen, Keramiken und kunstvoll gestalteter Gold- und Silberschmuck. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt: Im Schlosshof und der Schlossschänke gibt es Kaffee, Kuchen und kleine Snacks. Der Eintritt beträgt 4 Euro, Kinder bis 14 Jahre in Begleitung Erwachsener haben freien Zugang. Die Öffnungszeiten sind am Samstag von 12 bis 17 Uhr und am Sonntag von 11 bis 17 Uhr. Die Organisation liegt in den Händen von Maria Wolf, erreichbar unter 07181/64374, in Zusammenarbeit mit dem Förderkreis Schloss Filseck e.V. Mehr Informationen finden Sie auch auf der Webseite Nussbaum.de.
Kunstvolle Traditionen im Osten Deutschlands
Ein weiteres spannendes Ereignis wird ab dem 8. März 2026 im Oberschlesischen Landesmuseum in Ratingen zu sehen sein, wo eine Auswahl kunstvoll verzierter Ostereier präsentiert wird. Diese Ostereier sind mit verschiedenen Techniken wie Kratzen, Bekleben oder Wachsbatik gestaltet. Die Ausstellung reflektiert nicht nur regionale Bräuche, sondern auch die religiöse und kulturelle Symbolik, die mit dem Osterfest verbunden ist.
Traditionen des Osterfestes in Oberschlesien sind vielfältig und reichen bis in die Gegenwart. Zu den Bräuchen gehört das Weihen von Palmweiden am Palmsonntag, die zum Schutz über Eingangstüren und Scheunentoren angebracht werden. An Gründonnerstag schweigen die Kirchenglocken, während Kinder mit Ratschen durch die Dörfer ziehen und um Gaben bitten. Am Karfreitag werden in Kirchen Heilige Gräber aufgestellt, die die Grabstätte Jesu nachbilden, und es ist Tradition, an diesem Tag sieben verschiedene Kirchen mit Heiligen Gräbern zu besuchen. Der Karsamstag ist dem Verzieren der Ostereier und der Zubereitung von Festgebäck gewidmet, während am Ostersonntag die gesegneten Speisen gemeinsam verzehrt werden. Der Brauch des Śmigus-dyngus symbolisiert Fruchtbarkeit und Neubeginn im Frühling und führt oft zu Wasserschlachten am „Nassen Montag“. Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie auf oberschlesisches-landesmuseum.de.
Ostern in Deutschland: Ein Fest der Vielfalt
Ostern ist das wichtigste Fest im Christentum und wird in Deutschland mit einer Vielzahl von Bräuchen gefeiert. Typische Symbole sind bunte Eier, Schokoladenhasen und Osterfeuer. Die religiöse Bedeutung von Ostern liegt in der Auferstehung Jesu Christi, die am Ostersonntag gefeiert wird. Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag sind gesetzliche Feiertage, an denen die Geschäfte geschlossen bleiben. Die Feiertage prägen den Rhythmus des Landes und bieten Gelegenheit für Familienfeiern und gemeinsames Essen.
Die Tradition des Eierfärbens, die oft mit dem Symbol des neuen Lebens und der Fruchtbarkeit verbunden ist, hat tiefe Wurzeln in der deutschen Kultur. Kinder suchen am Ostersonntag nach kunstvoll bemalten Eiern, die häufig im Garten versteckt werden. Zudem werden Osterfeuer entzündet, um den Winter zu vertreiben und den Frühling zu begrüßen. Weitere Informationen über die verschiedenen Bräuche und Traditionen rund um das Osterfest finden Sie auf learndeutschnow.de.