Am 11. Februar 2026 feiert der Debütfilm des Regisseurs Hasan Hadi, „Ein Kuchen für den Präsidenten“, seine Premiere. Der Film entführt die Zuschauer in die 90er-Jahre und thematisiert die Kindheit des Regisseurs im Südirak während der Diktatur von Saddam Hussein. Die Protagonistin des Films, die 9-jährige Lamia, gespielt von Baneen Ahmed Nayyef, muss sich in einer harter Realität befinden, in der Lebensmittel wie Eier und Zucker knapp sind. Sie hat nur zwei Tage Zeit, um die Zutaten für einen speziellen Kuchen zu besorgen, den sie für die landesweiten Feierlichkeiten zum Geburtstag von Saddam Hussein backen soll.

Die abenteuerliche Suche nach den notwendigen Zutaten ist nicht nur herausfordernd, sondern findet auch in einer unsicheren und entbehrungsreichen Umgebung statt. Lamia erhält Unterstützung von ihrem Klassenkameraden Saeed und ihrem Hahn Hindi. Der Film stellt die kindliche Unschuld in den Mittelpunkt und zeigt, wie trotz der widrigen Umstände Menschlichkeit und Freundschaft einen Weg finden, kleine, aber entscheidende Siege über die schwierigen Bedingungen zu erringen. Dabei werden Szenen voller Humor und Hoffnung geschaffen, die das Leben in einem unterdrückten Land widerspiegeln.

Der historische Kontext

Um die Bedeutung des Films zu verstehen, ist es wichtig, den historischen Kontext zu betrachten. Saddam Hussein, der am 28. April 1937 geboren wurde, war von 1979 bis 2003 der Staatspräsident des Iraks und ein führendes Mitglied der Baath-Partei. Sein Regime war geprägt von Brutalität und Menschenrechtsverletzungen, darunter Massaker an Schiiten und Kurden. Die Herrschaft Husseins führte zu mehreren Konflikten, darunter der Irak-Iran-Krieg, der fast acht Jahre dauerte, sowie die Besetzung Kuwaits, die zum Zweiten Golfkrieg führte. Schließlich kam es 2003 zur US-Invasion im Irak, die als „Operation Iraqi Freedom“ bekannt wurde und das Ziel hatte, Hussein zu stürzen.

Die Invasion begann am 20. März 2003, dem Geburtsdatum dreier Kinder in Bagdad, deren Mütter in dieser ungewissen Zeit zwischen Freude über die Geburt und Angst um die Zukunft schwankten. Saddam Hussein wurde im Laufe des Irakkriegs am 13. Dezember 2003 von US-Truppen gefangen genommen und später wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zum Tode verurteilt, bevor er am 30. Dezember 2006 hingerichtet wurde. Sein Erbe ist in der irakischen Geschichte umstritten und betrifft noch heute viele Leben im Land.

Der Film „Ein Kuchen für den Präsidenten“ bietet also nicht nur einen Einblick in die Kindheit eines jungen Mädchens unter extremen politischen Bedingungen, sondern lädt auch dazu ein, die Menschlichkeit in einer von Gewalt geprägten Gesellschaft zu reflektieren. Er zeigt auf eindringliche Weise, wie das Leben im Irak während einer Ära tiefgreifenden Schmerzes und Verlusts auch von Momenten der Freude und des Miteinanders geprägt war.

Für weitere Informationen über den Film und seine Handlung besuchen Sie bitte Cineplex. Für mehr über Saddam Husseins Geschichte und den Irakkrieg lesen Sie FR und erfahren Sie mehr auf Wikipedia.