Im Herzen von Schorndorf engagiert sich Dorothea Entenmann für Menschen, die oft im Schatten der Gesellschaft stehen. Mit ihrem kostenlosen Cafétreff im Café „Connect“, welches im Begegnungszentrum der SV Schorndorf stattfindet, bietet sie eine willkommene Anlaufstelle für sozial oder gesundheitlich benachteiligte Personen. Der Cafétreff, der dienstagnachmittags geöffnet ist, richtet sich besonders an Menschen, die finanziell in schwierigen Verhältnissen leben. Dorothea selbst beschreibt dieses Herzensprojekt als ihr „Rentenprojekt“. Bei Torten, Kuchen und frischem Kaffee schaffen sie und ihr Helferkreis eine einladende Atmosphäre, die es den Gästen ermöglicht, nicht nur zu speisen, sondern auch soziale Kontakte zu knüpfen und sich auszutauschen. Ihre Motivation, für diese Menschen da zu sein und mit ihnen in Kontakt zu treten, ist ein zentraler Bestandteil ihrer Arbeit (Quelle).
Der Cafétreff ist nicht nur ein Ort des Genusses, sondern auch der Begegnung und des Miteinanders. In einer Zeit, in der soziale Isolation vor allem für benachteiligte Gruppen ein großes Problem darstellt, ist es wichtig, solche Initiativen zu unterstützen und noch weiter auszubauen. Dies zeigt, wie wertvoll soziale Projekte in der Gemeinschaft sind. Auch Plattformen wie die von Aktion Mensch spielen eine entscheidende Rolle, indem sie eine Engagement-Plattform anbieten, die für soziales und ehrenamtliches Engagement wirbt. Diese Plattform ist die erste komplett barrierefreie für soziales Engagement in Deutschland und ermöglicht es Nutzern, nach passenden ehrenamtlichen Tätigkeiten zu suchen. Dabei können sie spezifische Bedürfnisse angeben, um passende Angebote in ihrer Nähe zu identifizieren.
Inklusion und Barrierefreiheit
Inklusion im Ehrenamt ist ein weiterer zentraler Aspekt, der auch beim Cafétreff von Bedeutung ist. In vielen Fällen werden Menschen mit Behinderung nicht aktiv angesprochen, um sich zu engagieren. Hier ist eine aktive Ansprache, zum Beispiel in Werkstätten oder Selbsthilfegruppen, notwendig. Es ist wichtig, dass erfahrene Vereinsmitglieder als Paten neuen Beteiligten helfen, sich zu orientieren und ihre Fähigkeiten einzubringen. Die Aufgaben sollten dabei immer zu den individuellen Stärken der Menschen passen, unabhängig davon, ob sie eine Behinderung haben oder nicht. Oft können Menschen mit körperlichen Einschränkungen viele Aufgaben am Schreibtisch übernehmen, wie zum Beispiel Datenbankpflege oder Social Media Management (Quelle).
Um Barrieren abzubauen, sollten auch bauliche und kommunikative Hürden erkannt und beseitigt werden. Treppen ohne Rampen, enge Türen und unzureichende Beleuchtung sind nur einige der Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. Zudem müssen Informationen in verständlicher Sprache bereitgestellt werden, um niemanden auszuschließen. Auch die Zeiten von Sitzungen und Angeboten sollten so gestaltet sein, dass sie für alle zugänglich sind. Das Engagement von Organisationen wie Aktion Mensch, die Fördermittel und Informationen für inklusive Projekte bereitstellen, ist hierbei von großer Bedeutung.
Insgesamt zeigt sich, dass Projekte wie der Cafétreff in Schorndorf nicht nur eine soziale Funktion erfüllen, sondern auch als Katalysatoren für Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe wirken können. Sie bieten einen Raum, in dem Menschen zusammenkommen, sich unterstützen und voneinander lernen können. Solche Initiativen sind ein wichtiger Schritt hin zu einer inklusiveren Gesellschaft, in der jeder Mensch die Möglichkeit hat, aktiv am Leben teilzunehmen.