Der Dokumentarfilm „Kaugummi und Buchele – Die Nachkriegsjahre im Landkreis Göppingen (1945–1950)“ beleuchtet die bewegenden ersten Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg im Landkreis Göppingen. Produziert von Dr. Stefan Lang und Gerhard Stahl, zeigt der Film die Herausforderungen, mit denen die Menschen in dieser Zeit konfrontiert waren, darunter Hunger, Wohnraummangel und materielle Not. Diese Themen werden durch Interviews mit über 40 Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie historischen und aktuellen Filmaufnahmen ergänzt, die ein umfassendes Bild der damaligen Realität zeichnen. Laut Nussbaum ist der Film, der sich um die Verarbeitung der Vergangenheit dreht, am Sonntag, den 22. Februar um 16 Uhr im Foyer der Autalhalle Bad Überkingen zu sehen.

Ein zentraler Aspekt des Films ist der Zuwachs der Bevölkerung um etwa 30 Prozent, bedingt durch die Ankunft von Flüchtlingen und Vertriebenen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten. Diese Entwicklungen spielen eine entscheidende Rolle, wie die Menschen in der Region miteinander leben und sich mit der amerikanischen Besatzung arrangieren müssen. Der Auftraggeber des Films ist das Kreisarchiv Göppingen, welches sich aktiv für die Aufarbeitung der Geschichte einsetzt.

Vorführung und Details zum Film

Eine weitere Vorführung des Dokumentarfilms fand am Sonntag, den 19. Oktober 2025 im Bürgerhaus Bad Ditzenbach statt. Hier wurde der Film vor einem interessierten Publikum präsentiert, wobei die Filmdauer etwas kürzer als die erste Vorführung war – etwa 95 Minuten. Die Veranstaltung war für alle Zuschauer kostenfrei und wird von den Geschichts- und Altertumsvereinen in der Region unterstützt. Der Filstalexpress hebt hervor, dass die Themen des Films und die Erzählungen der Zeitzeugen eine wichtige Perspektive auf die damalige Zeit bieten.

Die Flucht und Vertreibung, die zur Verantwortung der letzten Kriegsjahre gehören, prägen auch die Narrativen des Dokumentarfilms. Beispielsweise illustrieren Berichte, wie Ingrid van Bergen und Eva-Maria Hagen während des Krieges ihre Heimat verlassen mussten. Ihre Erfahrungen, die sie unter extremen Bedingungen gemacht haben, spiegeln das Schicksal vieler Flüchtlinge wider. Der Historienkontext der ZDF Doku zeigt, dass Millionen Deutsche auf der Flucht waren, was die Gesellschaft in den Nachkriegsjahren maßgeblich beeinflusst hat.

Insgesamt bietet „Kaugummi und Buchele“ nicht nur einen Einblick in die Lebensumstände der damaligen Zeit, sondern beleuchtet auch die Herausforderungen, die eine Gesellschaft – noch lange nach dem Krieg – zu bewältigen hatte. Die Erkenntnisse und Geschichten der Zeitzeugen sind entscheidend für das Verständnis dieser historischen Phase und die damit verbundenen sozialen Veränderungen.