Am Montag, den 5. Februar 2026, wurde eine Frau im Göppinger Stadtteil Holzheim durch einen Hundebiss verletzt. Die 30-jährige Hundehalterin meldete sich umgehend beim Polizeirevier Göppingen und gab sich als verantwortliche Halterin zu erkennen. Diese Einsicht und Kooperationsbereitschaft schafft nicht nur Klarheit über die Situation, sondern ist auch ein wichtiger Schritt in der Klärung der Umstände, die zu diesem Vorfall führten, wie Filstalexpress berichtet.

Die verletzte Frau erhielt eine medizinische Versorgung und die Polizei hat Ermittlungen eingeleitet, um die genauen Rahmenbedingungen des Vorfalls zu klären. Währenddessen werden Zeugen befragt und die Aussagen der Beteiligten werden gesammelt, um mögliche rechtliche Konsequenzen zu prüfen. Rechte der verletzten Person könnten sowohl zivilrechtliche Haftungen, wie Behandlungskosten und Schmerzensgeld, als auch strafrechtliche Konsequenzen umfassen, die beispielsweise fahrlässige Körperverletzung betreffen, wie Rathausnachrichten ergänzt.

Folgen und rechtliche Aspekte eines Hundebisses

In Deutschland haften Tierhalter gemäß § 833 BGB für Schäden, die ihre Tiere verursachen, unabhängig von einem Verschulden. Daher stehen der Tierhalterin mögliche rechtliche Schritte bevor, wenn die Anwalts- und Gerichtskosten für die Behandlung des Bisses auf sie zukommen. Diese Kosten können zum Teil auch durch eine Hundehaftpflichtversicherung gedeckt werden, die im Regelfall die finanziellen Folgen eines solchen Vorfalls plant.

Statistiken zeigen, dass es in Deutschland jährlich zwischen 30.000 und 50.000 Bissverletzungen durch Tiere gibt, wobei Hunde für 60 bis 80 Prozent dieser Fälle verantwortlich sind. Die Dunkelziffer ist hoch, da viele Vorfälle nicht medizinisch behandelt oder nicht gemeldet werden, wie Hund und Futter erläutert.

Prävention und Aufklärung

Um Hundebisse vorzubeugen, sollte die Erziehung und Sozialisation des Hundes bereits in frühen Stadien erfolgen. Ein Verständnis für die Körpersprache von Hunden und eine Schulung von Kindern im Umgang mit diesen Tieren sind ebenfalls entscheidend. Insbesondere Kinder sind häufig von Bissverletzungen betroffen; schätzungsweise 25 Prozent der Opfer sind unter 6 Jahre alt. Viele Bissverletzungen passieren im Bekanntenkreis oder sogar im eigenen Zuhause.

Der Vorfall in Göppingen-Holzheim verdeutlicht nicht nur die Gefahren, die von Hunden ausgehen können, sondern auch die Verantwortung, die jeder Tierhalter trägt. Die Polizei in Göppingen steht in engem Austausch mit den zuständigen Behörden, um geeignete Maßnahmen gegen die verletzte Tierhalterin zu prüfen, während der Polizeiposten Heiningen die weiteren Ermittlungen übernommen hat. Bei Fragen oder Hinweisen kann der Polizeiposten unter der Telefonnummer 07161/504500 kontaktiert werden.