In der Region um den Bahnhalt Merklingen wird derzeit ein umfassendes Infrastrukturprojekt umgesetzt, das nicht nur den Schienenverkehr, sondern auch die Radinfrastruktur aufwertet. Diese Initiative ist eine entscheidende Maßnahme der Alb-Kommunen, die finanziell an dem Projekt beteiligt sind. Laut Schwäbische.de sind neben neuen Schienenwegen auch zahlreiche Radwege in Planung oder bereits im Bau, um den Radverkehr in der Region zu fördern.
Eines der geplanten Projekte ist der Radweg von Westerheim nach Merklingen, dessen Notwendigkeit durch die Schließung einer Radweglücke aufgrund des Neubaus der A8-Albauf- und Albabstiegsstraße entstanden ist. Die Albabstiegstraße soll hierbei in einen offiziellen Radweg umgewidmet werden. Diese Umwidmung ist Teil eines größeren Förderprogramms für den Rad- und Fußverkehr, das laut rp.baden-wuerttemberg.de seit 2025 hinweg über 1.000 Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen von mehr als einer Milliarde Euro umfasst.
Förderung für Radwege in Baden-Württemberg
Das Land Baden-Württemberg stellt hierfür über 400 Millionen Euro zur Verfügung, welche die größte Förderung für Rad- und Fußwege im Bundesland darstellt. Die Kommunen müssen ihre Förderanträge beim Regierungspräsidium anmelden, das die Projekte prüft und gegebenenfalls zur Unterstützung an das Verkehrsministerium weiterleitet. Die Anträge für das Folgejahr müssen bis zum 31. Oktober eines Jahres eingereicht werden, wobei auch langfristige Projekte aus vorherigen Förderprogrammen weiterhin Berücksichtigung finden.
Die Stärke des Programms zeigt sich an der Vielzahl an geförderten Maßnahmen, die speziell zur Schließung von Netzlücken und zur Erhöhung der Verkehrssicherheit beitragen. Zu den geförderten Projekten gehören unter anderem der Bau von baulich getrennten Radwegen, Radfahrstreifen und Fahrradstraßen. Auch Querungsmöglichkeiten wie Ampeln und Verkehrsinseln sind vorgesehen, um die Sicherheit für Radfahrer zu erhöhen, wie vm.baden-wuerttemberg.de berichtet.
Besonders auffällig ist das Engagement vieler Städte und Kommunen in der Region. Das Ulmer Ingenieurbüro Wassermüller ist mit der Vorplanung des Radwegs von Westerheim zum Bahnhalt Merklingen betraut. Ein erster Vorschlag sieht eine Route von Westerheim nach Hohenstadt vor, die parallel zur Landesstraße 1236 verlaufen soll. Diese Initiative wird durch positive Rückmeldungen gestärkt, auch wenn es bereits Kritik an den vorgeschlagenen Streckenführungen gegeben hat. Die Berücksichtigung der Trassenführung und die Verfügbarkeit von Grundstücken werden in die nächsten Planungsphasen einfließen, um ein möglichst attraktives und sicheres Radwege-Netz zu garantieren.
- Radwege sind Teil eines umfassenden Infrastrukturprojekts.
- Förderung bis zu 100 Prozent durch das Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG).
- Über 1.000 Maßnahmen im aktuellen Förderprogramm.
- Investitionsvolumen von mehr als 1 Milliarde Euro.
- Land Baden-Württemberg stellt über 400 Millionen Euro bereit.
Diese Projekte sind nicht nur entscheidend für die Entwicklung der regionalen Infrastruktur, sondern auch für die Förderung des Radverkehrs als umweltfreundliche Mobilitätsalternative. Laut Umfragen wünschen sich über 80 Prozent der Bürger in Baden-Württemberg eine verstärkte Nutzung von Fuß- und Fahrradwegen aus Klimaschutzgründen. Aus diesem Grund wird der Ausbau eines flächendeckenden Radnetzes von großer Bedeutung sein und könnte zudem das alltägliche Verkehrsgeschehen positiv beeinflussen. Die kommenden Jahre dürfen mit Spannung verfolgt werden, da zahlreiche Kommunen daran arbeiten, das Radwegenetz signifikant zu verbessern.