Ein Haus an der Heiningen in Bergen op Zoom wird aufgrund von Funden von Soft- und Harddrugs geschlossen. Dies gab die Bürgermeisterin Margo Mulder bekannt. Die Entscheidung fiel nach einer umfangreichen Razzia, die im August stattfand. Dabei fand die Polizei unter anderem Hennep, Amfetamine und Hasj. Zudem wurden Materialien zur Produktion und Verarbeitung von Drogen im Haus entdeckt. Die Schließung des Gebäudes ist bis zum 24. Februar 2026 angeordnet.

Bereits im Mai dieses Jahres wurde in der gleichen Straße ein anderes Gebäude nach Drogenfunden geschlossen. Dieser Umstand zeigt, dass das Drogenproblem in der Region zunehmend besorgniserregend ist. Im September informierte die Bürgermeisterin die Öffentlichkeit in einem Schreiben über die vorübergehende Schließung des Hauses. Ein Einspruch gegen diese Schließung wurde eingereicht, jedoch schließlich vom zuständigen Richter abgelehnt, was die Vollziehung der Schließung ermöglichte.

Ein alarmierendes Drogenmilieu

Der Vorfall in Bergen op Zoom steht nicht isoliert da. Die gesamten Niederlande kämpfen mit einem massiven Drogenproblem, das in den letzten Jahren dramatisch zugenommen hat. Laut Berichten hat die Polizei seit Jahresbeginn über 300 Sprengstoffanschläge in Drogenmilieus registriert. Diese Anschläge richten sich oft gegen Wohnungen und Firmengebäude und sind häufig Teil von Erpressung oder Einschüchterungstaktiken innerhalb der Drogenszene.

Die Niederlande sind als ein bedeutendes Zentrum für den Drogenhandel anerkannt, insbesondere im Bereich Kokain, Ecstasy und Crack. Drogensyndikate setzen häufig junge Männer als Bombenleger ein, was die Situation vor Ort weiter eskalieren lässt. Über die Hälfte der 72 Verdächtigen, die in Rotterdam festgenommen wurden, sind unter 23 Jahre alt, und ein Viertel ist minderjährig.

In Reaktion auf diese Entwicklungen fordert die Polizei nachdrücklich mehr Ressourcen. Angesichts der drohenden Neuwahlen im November bleibt jedoch ungewiss, wie schnell politische Maßnahmen gegen die Bombengewalt umgesetzt werden können. Die Situation verlangt schnelles Handeln, um das Drogenmilieu einzudämmen und die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten.