In der kleinen Gemeinde Hattenhofen, die etwa 35 Kilometer westlich von München im Landkreis Fürstenfeldbruck liegt, steht eine spannende Bürgermeisterwahl an. Am 8. März 2026 können die Bürgerinnen und Bürger wieder ihre Stimme abgeben. Diese Wahl findet im Rahmen der Kommunalwahlen in Bayern statt, bei denen auch Bürgermeister, Landräte und Gemeinderäte gewählt werden. Die Bürgermeisterwahl in Hattenhofen wird besonders interessant, da der amtierende Bürgermeister Franz Robeller von der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) 2020 mit einem beeindruckenden Ergebnis von 90,6 Prozent der Stimmen gewählt wurde. Damals lag die Wahlbeteiligung bei 62,2 Prozent.

In Bayern gilt ein Mehrheitswahlsystem, das für Bürgermeisterwahlen eine absolute Mehrheit verlangt. Um im ersten Wahlgang gewählt zu werden, benötigt ein Kandidat mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen. Sollte dies nicht der Fall sein, wird eine Stichwahl zwischen den zwei Kandidaten mit den meisten Stimmen am 22. März 2026 durchgeführt. Die Amtszeit des Bürgermeisters beträgt sechs Jahre, und somit wird die kommende Wahl entscheidend für die zukünftige Entwicklung der Gemeinde sein.

Hattenhofen: Ein Blick auf die Gemeinde

Hattenhofen erstreckt sich über eine Fläche von 7,18 Quadratkilometern und hat derzeit eine Bevölkerung von 1559 Einwohnern, was einer Bevölkerungsdichte von 217 Einwohnern pro Quadratkilometer entspricht. Die Gemeinde befindet sich auf einer Höhe von 556 Metern über dem Meeresspiegel und ist Teil der Verwaltungsgemeinschaft Mammendorf. Die postalische Adresse der Gemeindeverwaltung lautet Valesistraße 16, 82285 Hattenhofen, und die Gemeinde ist unter der Website www.hattenhofen-haspelmoor.de zu erreichen.

Die Geschichte von Hattenhofen ist reich und vielfältig. Erstmals wurde der Ort zwischen 1060 und 1070 als Hattanhouan in den Traditionsbüchern der Diözese Brixen erwähnt. Die Entwicklung des Ortes nahm besonders im Jahr 1840 Fahrt auf, als die Bahnlinie Augsburg-München gebaut wurde, was die Siedlung Haspelmoor förderte. Nach dem Zerstörung durch Fliegerangriffe im Jahr 1945 erlebte die Gemeinde einen Wiederaufbau und ein signifikantes Bevölkerungswachstum von 1126 auf 1543 Einwohner zwischen 1988 und 2018.

Wirtschaft und Infrastruktur

Die wirtschaftliche Struktur Hattenhofens ist vielfältig. Im Jahr 2020 waren 679 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Gemeinde gemeldet, wobei 136 von ihnen in Hattenhofen wohnen. Die Landwirtschaft spielt mit 13 Betrieben und einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 514 Hektar eine wichtige Rolle. Die Verkehrsanbindung ist ebenfalls gut: Hattenhofen hat einen Haltepunkt an der Bahnstrecke München-Augsburg sowie drei Regionalbuslinien und eine Ruftaxilinie, die den Zugang zu umliegenden Städten erleichtern.

Die nächsten Kommunalwahlen, einschließlich der Bürgermeisterwahl, sind für die Bürgerinnen und Bürger eine wichtige Gelegenheit, ihre Stimme zu erheben und die zukünftige Ausrichtung ihrer Gemeinde mitzubestimmen. Die Durchführung dieser Wahlen liegt in der Verantwortung der Kommunen selbst, wobei die Aufsicht durch das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration erfolgt. Die Ergebnisse werden vom Landesamt für Statistik ausgewertet und veröffentlicht. In Hattenhofen sind alle Augen auf die bevorstehenden Wahlen gerichtet, und die Bürger sind gespannt, wer die Nachfolge von Franz Robeller antreten wird.