Am 29. Oktober 2025 kam es in Gingen (Fils) zu einer erheblichen Stellwerkstörung, die die Zugverbindungen zwischen Stuttgart und Ulm beeinträchtigt. Laut news.de wurde die Störung durch ein defektes Stellwerk verursacht. Diese technische Panne betrifft insbesondere die Strecke zwischen Süßen und Geislingen Steige, und es liegen bislang keine Informationen zur Dauer der Störung vor.

Die Auswirkungen auf den Zugverkehr sind erheblich. Reisende, die von Ulm Hbf nach Stuttgart Hbf reisen möchten, müssen den RE 200 bis Wendlingen nehmen und dann auf den MEX 12 umsteigen. Umgekehrt gilt dasselbe für Reisende von Stuttgart Hbf nach Ulm Hbf. Betroffen ist auch die Linie RE 5, die die Verbindung zwischen Stuttgart, Ulm und Friedrichshafen sichert. Für die Reisenden wird empfohlen, mit Verspätungen und möglichen Ausfällen zu rechnen.

Aktuelle Situation im Schienenverkehr

Diese Störung ist Teil eines größeren Problems im deutschen Schienennetz. Bereits in der Vergangenheit kam es zu gravierenden Störungen im Schienengüterverkehr, vor allem zwischen dem 9. und 11. Oktober 2024, als mehrere Stellwerke aufgrund von Krankheit und Urlaub nicht besetzt waren. Dies führte zu einem Stillstand des Güterverkehrs auf wichtigen Tranportachsen, wie db-watch.de berichtet.

Die nicht besetzten Stellwerke haben nicht nur den Güterverkehr stark beeinträchtigt, sondern auch den Personenverkehr. Auf den stark frequentierten Strecken zwischen Gießen und Friedberg musste der Schienenverkehr kurzfristig eingestellt werden, was dazu führte, dass Teilnehmer von Veranstaltungen auf Autos umsteigen mussten.

Die Deutsche Bahn sieht sich mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert, darunter Baustellen, Sanierungen sowie Störungen an Fahrzeugen und Leit- und Sicherheitstechnik. Im Jahr 2023 lag die Pünktlichkeit der Fernverkehrszüge bei lediglich 64%, während der Regionalverkehr mit 92-93% im ersten Quartal deutlich besser abschneidet. Dennoch bleibt die Frage, wie diese Probleme zukünftig vermieden werden können.

Die Verbesserungen im Schienenverkehr erfordern eine proaktive Kommunikation über Störungen sowie klare Alternativangebote, um den betroffenen Reisenden und Unternehmen entgegenzukommen. Die kontinuierliche Entwicklung der Infrastruktur bleibt eine zentrale Aufgabe für die Deutsche Bahn.