Am 3. November 2025 nimmt der Wiederaufbau des Holzzentrums Muttscheller in Gussenstadt konkrete Formen an. Nach dem verheerenden Brand, der am 23. Juni 2024 unter ungeklärten Umständen ausbrach und alle Hallen des Betriebs zerstörte, hat Thomas Walcher innerhalb eines Jahres massive Fortschritte erzielt. Lediglich das Bürogebäude blieb vom Feuer verschont, während von Hallen, Gerätschaften und Holz nur verkohlte Überreste übrigblieben.

Um den Wiederaufbau zu finanzieren, setzte Walcher auf eine Kombination aus Versicherungsausschüttungen und privaten Einlagen von Familienmitgliedern. Sein engagierter Einsatz, der oft sechseinhalb Tage die Woche umfasste, zeigte sich: Bereits im Juni 2025 liefen die ersten neuen Maschinen. Seine Frau war eine wichtige Unterstützung in dieser anstrengenden Zeit.

Aktuelle Fortschritte im Wiederaufbau

Die ersten Bauarbeiten sind sichtbare Zeichen der wiederhergestellten Aktivität: Am westlichen Ortsrand von Gussenstadt stehen zwei neue Hallen, die jedoch noch nicht fertiggestellt sind. Die erste Halle erhielt seit Juni 2025 Fenster, bleibt aber vorerst unbeheizt. Das Bürogebäude bleibt ebenfalls kalt, während im November 2025 eine neue Hackschnitzel-Heizanlage in Betrieb genommen werden soll. Die Außenhülle der ersten Halle soll vor Wintereinbruch vollständig abgeschlossen werden. In dieser Halle produziert man derzeit Bauteile für den eigenen Bedarf beim Wiederaufbau.

Die zweite Halle wird voraussichtlich erst im Frühjahr 2026 fertiggestellt. Für die Verlustphase war die Unterstützung von der Gemeinde Gerstetten sowie dem Landratsamt von Bedeutung, auch wenn einige Auflagen schwer nachvollziehbar waren. Gespräche mit Partnerfirmen, die vor dem Brand Teile des Geländes nutzten, wurden ebenfalls bereits aufgenommen. Ein zusätzlicher Wasserbehälter mit einem Volumen von circa 40 Kubikmetern wurde angelegt, um die Löschwasserversorgung weiter zu verbessern.

Versicherungsgespräche noch nicht abgeschlossen

Trotz der bereits erzielten Fortschritte, sind die Gespräche mit der Versicherung noch nicht abgeschlossen. Diese werden voraussichtlich bis 2026 andauern. Die Notwendigkeit und der Umfang der Versicherungsgelder sind entscheidend für die vollständige Wiederherstellung des Holzzentrums. Walchers Engagement und die Unterstützung aus der Gemeinschaft sind jedoch klare Indikatoren dafür, dass die Zukunft des Holzzentrums Muttscheller in Gussenstadt gesichert ist.

Diese Entwicklung ist nicht nur für die betroffenen Familien von Bedeutung, sondern auch für die gesamte Region, die von dem Holzzentrum wirtschaftlich profitiert. Die vollständige Rückkehr zur Normalität wird mit dem fortschreitenden Wiederaufbau jedoch immer näher rücken.