Am 10. Februar 2026 fand die 35. Verleihung des „Preises der Gerstetter Wirtschaft“ im festlichen Rahmen des Stucksaals des Bahnhotels statt. Bürgermeister Matthias Heisler begrüßte die Gäste und nahm die Ehrung zum ersten Mal vor. Ein Highlight des Abends war die Übergabe der Auszeichnungen an junge Menschen, die sich durch besondere Leistungen in ihrer Ausbildung oder ihrem Studium hervorgetan hatten. Insgesamt hatten sich neun Personen um den Preis beworben, während die Stiftung etwa 69.000 Euro aus einem Stiftungsvermögen von rund 120.000 Euro vergab. Diese Mittel stammen aus den jährlichen Zinserträgen des Stiftungskapitals, wobei eine Gerstetter Bürgerin der Stiftung 2011 eine Erbschaft hinterließ, die zur Aufstockung des Kapitals beitrug.
Der erste Preis wurde an Anja Zimmermann (27 Jahre) verliehen, die bei Porsche tätig ist und am Tag nach der Ehrung nach Malaysia fliegen wird. Sie bestand ihr Abitur am Schillergymnasium in Heidenheim mit einer Note von 1,1 und schloss ihr Bachelorstudium in Wirtschaftsingenieurwesen mit 1,3 ab. Zudem absolvierte sie ein berufsbegleitendes Masterstudium mit der Note 1,0 und erhielt das „Women in Tech“-Stipendium. Die Beachtung, die ihr zuteilwurde, ist nicht nur für sie selbst eine wunderbare Auszeichnung, sondern hebt auch die Rolle von Stipendien hervor, die jungen Talenten helfen, ihre Ambitionen zu verwirklichen.
Preisträger im Detail
Zwei zweite Preise wurden an hervorragende Leistungen vergeben:
- Amelie Sophie Großhans (26 Jahre) erhielt eine Auszeichnung für ihr Diplomstudium in Zahnmedizin, das sie mit sehr gut abschloss. Sie hat zudem ein Diplomstudium in Humanmedizin begonnen.
- Sarah Beatrice Szabo (28 Jahre) wurde für ihr Bachelorstudium in Umweltschutztechnik (Note: 2,1) und ihr Masterstudium in Verkehrsingenieurswesen (Note: 1,2) ausgezeichnet.
Den dritten Preis erhielt Andreas Schmid (33 Jahre), der eine bemerkenswerte akademische Laufbahn mit einem Bachelor of Music in Jazz/Popp und einem Master in Jazz Education vorweisen kann. Er betreibt eine private Musikschule und arbeitet gleichzeitig als Musiklehrer.
Die Bedeutung dieser Auszeichnungen wurde auch von Landrat Peter Polta hervorgehoben, der die soziale Komponente der Ehrungen betonte. Bürgermeister Heisler wies darauf hin, dass solche Preise nicht nur individuelle Leistungen anerkennen, sondern auch einen Beitrag zur Förderung der Gemeinschaft leisten.
Musikalische Unterhaltung und Veränderungen in der Stiftung
Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung durch Tessa Cikos auf der Querflöte, Kyoko Kanasawa am Klavier und ein Klarinetten-Trio. Ein weiterer wichtiger Punkt des Abends war die Amtsübergabe von Jürgen Truckenmüller, der nach 15 Jahren als Stiftungsvorsitzender nicht zur Wiederwahl antrat. Sein Sohn Tobias Truckenmüller wurde als sein Nachfolger gewählt. Erika Schiele wurde für ihre langjährige Organisation der Preisverleihung gewürdigt.
Die Preisträger und die gesamte Veranstaltung stehen beispielhaft für den anhaltenden Wert der Unterstützung junger Menschen in ihren Bildungs- und Berufszielen, was durch verschiedene Stipendienmöglichkeiten in Deutschland, wie das Deutschlandstipendium oder die Unterstützung von parteinahen Stiftungen, ergänzt wird. Stipendien bieten finanzielle Entlastung und ideelle Förderung, und tragen so zu einer breiteren Zugänglichkeit von bildungsrelevanten Chancen bei.
Die Veranstaltung verdeutlicht, wie wichtig es ist, talentierte junge Menschen zu fördern und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Träume zu verwirklichen. Es bleibt zu hoffen, dass solche Ehrungen auch in Zukunft Bestand haben.