In Geislingen an der Steige wurde am Gombigen Doschdig wieder eine alte Tradition lebendig: Der Rathaussturm. Die Altenstädter Schdragger vom TV Altenstadt eroberten das Geislinger Rathaus und entrissen Oberbürgermeister Ignazio Ceffalia symbolisch den Rathausschlüssel. Dieser Akt markiert den Beginn einer närrischen Zeit, in der die Narren die Regentschaft im Rathaus bis Aschermittwoch übernehmen. Ceffalia lobte den Einsatz der Vereine für die Traditionen und die Gemeinschaft in der Stadt und betonte, dass die Stadtverwaltung auch unter dieser närrischen Regentschaft handlungsfähig bleibt. Er und die Stadtverwaltung wünschen den Bürgerinnen und Bürgern eine fröhliche närrische Zeit. Mehr Informationen zu diesem Ereignis finden Sie in dem ausführlichen Bericht auf filstalexpress.de.
Die Faschingssaison in Altenstadt wurde bereits am 11.11. um 11:11 Uhr mit einem bunten Auftakt gefeiert. Organisiert von den Lindheimer Hexen und dem Comedian Boris Meinzer, erfreuten sich die Festteilnehmer an fröhlicher Stimmung und bunten Kostümen. Der Platz verwandelte sich in eine Tanzfläche mit Karnevalshits, und auch der zweite stellvertretende Bürgermeister, Michael Baumann, wurde beim Rathaussturm in einen Schmetterling verwandelt. Am 19. November fand zudem ein Kostümflohmarkt auf dem Pinselhof in Lindheim statt, der von 10 bis 16 Uhr geöffnet war. Der Kartenvorverkauf für die beliebten Faschingssitzungen der Lindheimer Hexen begann am 1. Dezember, und die Sitzungen selbst starteten am 20. Januar um 19:11 Uhr in der Altenstadthalle. Für die kleinen Faschingsfreunde gab es am 21. Januar im Lindheimer Bürgerhaus einen Kinderfasching um 14:11 Uhr. Weitere Faschingssitzungen fanden am 3. und 10. Februar, jeweils um 20:11 Uhr im Bürgerhaus Lindheim, statt. Weitere Details hierzu können Sie in dem Artikel auf fnp.de nachlesen.
Die Bedeutung von Fasching in Deutschland
Die Faschingszeit ist in Deutschland tief verwurzelt und wird mit einer Vielzahl von Bräuchen gefeiert. Diese Zeit, die oft als die fünfte Jahreszeit bezeichnet wird, beginnt mit dem Frühling und ist geprägt von fröhlichen Festlichkeiten, Masken und Verkleidungen. In Deutschland gibt es regionale Unterschiede in der Bezeichnung: Während man im Rheinland von Karneval spricht, wird in Bayern und Sachsen der Begriff Fasching verwendet. In Hessen, Baden-Württemberg und der Schweiz hingegen ist es die Fastnacht, die sich auf die Nacht vor dem Fasten bezieht. Die Wurzeln dieser Bräuche sind sowohl in christlichen Traditionen als auch in heidnischen Ritualen verankert.
Der Name „Karneval“ könnte vom lateinischen „carne vale“ stammen, was „Fleisch, lebe wohl“ bedeutet. Feste zur Vertreibung böser Geister des Winters sind bis in die Antike zurückverfolgt. In der Schwäbisch-alemannischen Fastnacht, die am 6. Januar beginnt, sieht man kunstvoll geschnitzte Holzmasken. Musik spielt eine zentrale Rolle in dieser Zeit, mit traditionellen Karnevalsliedern und Hits von bekannten Künstlern. Die Feierlichkeiten sind somit nicht nur Ausdruck regionaler Kultur, sondern auch der gemeinschaftlichen Lebensfreude. Weitere Informationen zu den Faschingsbräuchen finden Sie in dem Artikel auf perfekt-deutsch.de.