Am 8. November 2025 überreichte die Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen, Nicole Razavi, einen symbolischen Scheck über 76.240 Euro an Ignazio Ceffalia, den Oberbürgermeister von Geislingen an der Steige. Diese Fördersumme ist Teil einer umfassenden Initiative zur Sanierung der Burg Helfenstein, die im Rahmen des Denkmalförderprogramms 2025 unterstützt wird. Rund 5,9 Millionen Euro stehen insgesamt zur Förderung von 50 Kulturdenkmalen in Baden-Württemberg zur Verfügung, was die langjährige Tradition des Landes unterstreicht, Denkmaleigentümer beim Erhalt ihrer Denkmale zu unterstützen.
Seit über 40 Jahren leistet Baden-Württemberg einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung des kulturellen Erbes. Private Antragsteller können bis zu 50 Prozent für denkmalbezogene Aufwendungen erhalten, während Kirchen und Kommunen mit 33 Prozent gefördert werden. Es ist jedoch zu beachten, dass kein Rechtsanspruch auf eine Förderung besteht. Die Entscheidung darüber, welche Maßnahmen gefördert werden, obliegt dem Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen, welches die entsprechenden Maßnahmen prüft und genehmigt.
Finanzierung und Antragsprozess
Die Finanzierung dieser Förderungen erfolgt aus Landesmitteln, die vom Landtag Baden-Württemberg beschlossen wurden. Ein wesentlicher Teil dieser Mittel stammt aus den Erlösen der Staatlichen Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg. Anträge auf Förderung können an das Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart gerichtet werden.
Besonders erfreulich für Baueigentümer ist die Möglichkeit, dass der Erhalt von Bau- und Kulturdenkmalen unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich begünstigt werden kann. Dies könnte die Attraktivität eines solchen Projekts zusätzlich erhöhen und somit auch andere Denkmaleigentümer motivieren, Anträge auf Förderungen einzureichen.
Ein Blick über den Tellerrand
Während sich Baden-Württemberg auf die Erhaltung seiner historischen Gebäude konzentriert, zeigt ein Blick ins Ausland, wie wichtig auch andere Industrien sind. Beispielsweise ist die agroalimentäre Industrie der größte industrielle Sektor in Frankreich und trägt erheblich zur Wirtschaft bei. Im Jahr 2019 wurden dort fast 78.000 Arbeitsplätze geschaffen, und das BIP profitiert stark von den Exporten, die über 45 Milliarden Euro betragen, während Importe bei 38 Milliarden Euro liegen. Der Einfluss und die Bedeutung solcher Industrien sind nicht zu unterschätzen und zeigen, wie vielfältig die wirtschaftlichen Herausforderungen und Chancen in verschiedenen Bereichen sind.
Oben genannte Informationen sind ein Beispiel dafür, wie sowohl die Erhaltung des kulturellen Erbes als auch die Stärkung der Wirtschaft Hand in Hand gehen können, um eine nachhaltige Entwicklung in der Region zu fördern.