In Wolfschlugen, einem Ort im Kreis Esslingen, kam es am 16. Juni 2025 zu einem gefährlichen Vorfall, als ein 41-jähriger Mann versuchte, ein Wespennest mit Deospray zu bekämpfen. Die Wespen hatten ihr Nest unter einem Dachziegel gebaut, was den Mann dazu veranlasste, über längere Zeit großen Mengen des Sprays auf das Nest zu versprühen. Dies führte zu einer Selbstentzündung, die das Dämmmaterial im Dachstuhl in Brand setzte und ein Dachfenster beschädigte. Die Feuerwehr konnte den Brand jedoch schnell unter Kontrolle bringen, sodass glücklicherweise keine Verletzten zu beklagen waren.

Der Sachschaden geht in die zehntausend Euro, doch das betroffene Haus bleibt bewohnbar. Gegen den Mann wird nun wegen fahrlässiger Brandstiftung ermittelt. Es handelt sich hierbei nicht um einen Einzelfall, denn der Umgang mit Wespen kann gefährliche Folgen haben. Experten raten, Nester im Außenbereich durch Insektengitter zu sichern und darauf zu warten, dass die Wespen von selbst verschwinden, da ihre Lebenszeit Ende September endet. Bei Nestern im Innenbereich sei es am sinnvollsten, einen Schädlingsbekämpfer zu kontaktieren.

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Rechtslage und Vorschriften

Die Bekämpfung von Wespen unterliegt strengen Regelungen. Wespen stehen unter Naturschutz, und ihre Nester dürfen nicht ohne Weiteres entfernt werden. Nur in bestimmten Situationen ist eine Wespenbekämpfung erlaubt. Unklare oder gefährliche Situationen sollten an die örtlichen Naturschutzbehörden gemeldet werden, die Bürger in Fragen rund um das Thema Wespen beraten können. Verstöße können mit hohen Bußgeldern geahndet werden, bei Zerstörung oder Beschädigung geschützter Arten sind Strafen von bis zu 65.000 Euro möglich.

Ähnlich verhielt es sich in einem anderen Vorfall, der in Delbrück stattfand. Hier versuchte ein 50-jähriger Mann, ein Wespennest mit einem Unkraut-Gasbrenner zu bekämpfen. Auch dieser Versuch führte zu einem Brand im Dachstuhl seines Wohnhauses. Glücklicherweise konnte das Feuer durch einen 58-jährigen Nachbarn mit Wasser aus einem Gartenschlauch gelöscht werden. Hier belief sich der Sachschaden auf mehrere Hundert Euro, und ebenfalls wurden gegen den Mann Ermittlungen wegen der fahrlässigen Brandstiftung eingeleitet.

Die Feuerwehr Stuttgart rückt jährlich zwischen 50 und 100 Mal wegen Stechinsekten aus. Diese Einsätze nehmen stetig zu, weshalb es wichtig ist, im Umgang mit Wespen vorsichtig zu sein und sich an die Empfehlungen der Experten zu halten.