Am 26. Dezember 2025 wurden im Gemeinderat der Stadt Wernau im Kreis Esslingen wichtige Entscheidungen bezüglich des Sportstättenbaus getroffen. Kernpunkt war die Bewilligung eines Zuschusses von knapp 60.000 Euro für den Bau eines Kunstrasenfelds durch den Gemeinderat. Die Entscheidung fiel sehr knapp aus, mit 10 Ja- und 9 Nein-Stimmen. Befürwortet wurde der Zuschuss vor allem von der Wernauer Bürgerliste (WBL), den Jungen Bürgern (JB) und Klaus Locke von den Grünen, während die CDU, Freie Wähler und SPD gegen den Zuschuss stimmten, jedoch einer Ausfallbürgschaft zustimmten.

Bürgermeisterin Christiane Krieger warnte in der Sitzung vor den finanziellen Engpässen der Stadt. Der TSV Wernau plant die Errichtung des Kunstrasenfelds auf dem Kehlenberg und veranschlagt die Gesamtkosten auf rund 400.000 Euro. Die Finanzierung steht durch Zuschüsse in Höhe von 58.500 Euro vom Württembergischen Landessportbund (WLSB) sowie 60.000 Euro von der Stadt Wernau und 40.000 Euro Eigenkapital des Vereins auf stabilen Füßen. Zusätzlich plant der TSV, einen Kredit aufzunehmen, der durch die Bürgschaft der Stadt abgesichert wird.

Details zum Projekt und zur Finanzierung

Der Bauantrag für das Kunstrasenfeld ist derzeit beim WLSB in Bearbeitung. Die Bauarbeiten sollen bereits im Frühjahr beginnen, sobald die notwendige Baufreigabe erteilt wird. Zudem plant der TSV Wernau eine Informationsveranstaltung für seine Mitglieder am 19. Januar, um das Projekt vorzustellen und weitere Informationen zu teilen.

Ein weiterer Punkt der Gemeinderatssitzung war ein Sondervorschlag des TSV Wernau für den Sportstättenbau, der die Kosten für das gesamte Projekt auf 2,6 Millionen Euro netto bezifferte, inklusive des Kunstrasenplatzes. Dieses Budget könnte auch für andere wichtige Projekte, wie den Ausbau eines Jugendhauses, eines Altenheims und eines Kindergartens verwendet werden. Außerdem sind 40 Stunden freie Hallennutzung für andere Sportarten vorgesehen, was die Vielseitigkeit des neuen Angebots deutlich macht.

Die Verlagerung des Tartanplatzes am Standort Neckartal sowie der mögliche alternative Standort für die Sportstätte an der Realschule wurden ebenfalls diskutiert. Diese Entscheidung könnte den Zugang für die Ganztagesbetreuung der Realschule erleichtern, da die Wege kurz und verkehrsberuhigt wären.

Künftige sportliche Infrastruktur

Die Gemeinde Wernau steht vor der Herausforderung, eine nachhaltige und funktionale sportliche Infrastruktur zu entwickeln. Gut ausgestattete, barrierefreie Sportstätten sind nicht nur wichtig für die Daseinsvorsorge, sondern auch entscheidend für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Förderung der Gesundheit der Bevölkerung. Der Investitionspakt Sportstätten, der zwischen 2020 und 2022 Städte und Gemeinden bei der modernen Entwicklung von Sportstätten unterstützt hat, wurde Ende 2022 eingestellt, jedoch sind die damit geförderten Einrichtungen nach wie vor von Bedeutung für eine langfristige städtebauliche Entwicklung. Derartige Investitionen helfen, gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen und die soziale Integration zu fördern, was auch in Wernau angestrebt wird.

Insgesamt zeigt der Gemeinderat in Wernau ein großes Engagement für die sportliche Infrastruktur der Stadt. Die bereits gefassten Beschlüsse und die bevorstehenden Planungen könnten einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung des Sports und der Gemeinschaft in der Region leisten.

Für weitere Informationen und Details über die aktuellen Entwicklungen in Wernau lesen Sie die Artikel auf Stuttgarter Nachrichten, TSV Wernau und Städtebau Förderung.