Am 13. Februar 2026 um 14:13 Uhr registrierte der Landeserdbebendienst Baden-Württemberg ein schwaches Erdbeben in der Region bei Kirchheim/Teck. Mit einer Magnitude von 1,2 auf der Richter-Skala und einer Herdtiefe von neun Kilometern lag das Epizentrum zwischen Kirchheim und Notzingen, nur wenige Kilometer östlich von Schlierbach. Die Intensitäten des Erdbebens blieben unter der Wahrnehmungsgrenze, sodass von der Bevölkerung keine Wahrnehmungsmeldungen vorlagen. Laut Erdbebennews.de wurde das Ereignis als „sehr schwach“ eingestuft.
Im Vergleich zu einem stärkeren Erdbeben, das am 9. Dezember 2025 mit einer Magnitude von 3,0 registriert wurde, war dieses Ereignis kaum bemerkenswert. Das Dezemberbeben, das in rund zehn Kilometer Tiefe stattfand, war das stärkste Beben des Jahres 2025 im süddeutschen Raum und hatte Auswirkungen auf etwa 375.000 Menschen in der Umgebung, von Ebersbach/Uhingen über Eislingen bis hin zu weiteren Städten. Dieses stärkere Beben war bis zu zehn Kilometer entfernt spürbar, während das aktuelle Beben keine derartigen Auswirkungen hatte.
Details zum aktuellen Erdbeben
Die geologischen Hintergründe des Erdbebens sind tektonischer Natur. Trotz der Tatsache, dass es in der Region Baden-Württemberg selten zu Erdbeben kommt, sind sie nicht ausgeschlossen. Das aktuelle Ereignis, mit einer berechneten maximalen Intensität von 0,7, wurde als nicht spürbar eingestuft. Städte wie Wendlingen am Neckar, Albershausen und Esslingen lagen in der Nähe des Epizentrums, hatten jedoch ebenfalls keine Wahrnehmungsmeldungen zu berichten.
In Wendlingen am Neckar, nur 5,2 km vom Epizentrum entfernt, leben rund 15.700 Menschen, während Albershausen mit etwa 4.300 Bewohnern 9,3 km entfernt ist. Esslingen, eine größere Stadt mit 92.400 Einwohnern, befindet sich 13,5 km vom Epizentrum. Auch in Plochingen, Schorndorf, Göppingen und weiteren Orten blieb die Intensität bei 0, sodass die Bevölkerung nicht betroffen war.
Die Überwachung von Erdbeben in Baden-Württemberg
Die Erdbebenmessung und -lokalisierung erfolgt in Baden-Württemberg durch ein landesweites Netz von Detektions- und Starkbebenmessstationen. Dieses Netz, das von 2013 bis 2017 modernisiert wurde, besteht heute aus über 80 Erdbebenmessstationen. Sie werden vom Landeserdbebendienst und benachbarten Erdbebendiensten betrieben. Die kontinuierlichen Aufzeichnungen der letzten Tage sind auf den Übersichtsseismogrammen der Messstationen einsehbar.
Obwohl Erdbeben, die Gebäudeschäden verursachen, in Baden-Württemberg selten sind, gibt es spezielle Vorschriften für die Errichtung und Änderung baulicher Anlagen, wie zum Beispiel die DIN 4149 und DIN EN 1998 NA. Interessierte können weitere Informationen und die Erdbebenzonenkarte Baden-Württemberg auf den Webseiten des Ministeriums für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg einsehen, wie auf lgrb-bw.de zu finden ist.